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Mit Gottes Segen: Pfarrer Martin Kirchbichler weihte das neue Löschfahrzeug der Münsinger Wehr. 

Anschaffung ist ein „finanzieller Kraftakt“

Ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Münsing

Mit einem Gottesdienst und anschließender Segnung auf dem Dorfplatz wurde am Wochenende das neue Löschgruppenfahrzeug der Münsinger Feuerwehr geweiht.

Münsing – Pfarrer Martin Kirchbichler, der die Segnung des vom Gartenbauverein hübsch geschmückten Fahrzeugs vornahm, erinnerte sich noch gut an seine letzte Weihe. „Die Girlande war noch nicht entfernt, da gab es bereits den ersten Einsatz“, berichtete der Pfarrer. Ein Stadl am Lothof war in Flammen aufgegangen – und das neue Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Ministranten hätten damals gleich geahnt, woran es gelegen hatte. „Sie meinten, der Pfarrer habe es nicht gescheit geweiht und zu wenig Weihwasser hergenommen, weil es gleich angesengt war“, erzählte Kirchbichler. Er wünsche dem neuen Löschfahrzeug, dass ihm so ein Start erspart bleiben möge.

Das LF 10 ersetzt ein 35 Jahre altes Tanklöschfahrzeug, das seit 1984 für die Gemeinde im Einsatz war. „Die Anschaffung ist ein riesengroßer finanzieller Kraftakt“, sagte Feuerwehr-Vorstand Johannes Müller. 325 000 Euro kostet das Fahrzeug, der Freistaat Bayern beteiligt sich daran mit 70 000 Euro. Die verbleibenden Kosten trägt die Gemeinde. „Das ist ein besonderer Tag für die Feuerwehr Münsing“, betonte Bürgermeister Michael Grasl in seiner Ansprache an die „liebe Blaulichtfamilie“. Insgesamt seien in den vergangenen Jahren für neue Fahrzeuge in allen fünf Feuerwehren in der Gemeinde rund 1,3 Millionen Euro ausgegeben worden. „Aber wir wissen, dass Ihr mit den Gemeindegeldern gut umgeht“, so der Rathauschef, der „allzeit gute Fahrt mit dem neuen LF 10“ wünschte.

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Erster Kommandant Peter Müller dankte besonders einer internen Gruppe von Feuerwehrkameraden, „die sich professionell und maßvoll mit der Planung des neuen Fahrzeugs befasst haben“. So verfüge man nun über ein gut durchdachtes, komfortables Fahrzeug „das bestens gerüstet ist für Brandeinsätze und erhöhte Sicherheit bietet bei Einsätzen auf der Autobahn“.

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Kreisbrandrat Alfred Schmeide beglückwünschte die Münsinger Feuerwehr zu dem „enormen Gewinn“, der den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde ebenso wichtige Dienste leiste wie den Urlaubern am Starnberger See. Auch wenn die Brandbekämpfung längst nicht mehr an erster Stelle stehe für die Floriansjünger, „die 365 Tage rund um die Uhr einsatzbereit sind – um zu „retten, bergen, löschen und schützen“. Rudi Stallein

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