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Die Schönheit des Starnberger Sees (wie hier bei der jüngsten Kältewelle) soll eine Webcam zeigen. Es ist die vierte ihrer Art im Landkreis. 

Vorstoß in Sachen Tourismus

Eine Webcam für Münsing

Münsing - Die Gemeinde Münsing will etwas für den Tourismus tun. Und hat eine Webcam angeschafft, die rund um die Uhr Bilder vom Starnberger See ins Internet stellt. 

Münsing Ab April soll es eine vierte Panorama-Kamera im Landkreis geben. Nach dem Herzogstand, dem Blomberg und dem Brauneck bekommt der Starnberger See eine Webcam. Das rund 8000 Euro teure Gerät, das Bilder vom kompletten See ins Netz schicken kann, wird an der Wasserwachtstation in Ammerland aufgestellt.

Das berichtete Münsings Kämmerer Hubert Kühn am Mittwochabend in der Jahresversammlung der Tourismus Interessengemeinschaft (IG) Münsing. Die Gemeinde finanziert die Anschaffung gemeinsam mit dem Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land und dem Verband Tölzer Land. Jährlich fallen für Münsing zusätzlich rund 2500 Euro für den Unterhalt an. Jeder Vermieter von Ferienunterkünften kann einen Link zu den Kameraaufnahmen auf seiner Homepage einrichten. „Für das kleine Münsing und unseren Verein ist die Webcam echt klasse“, freut sich die Vorsitzende der Tourismus IG, Susanne Huber. Die Filme sollen auf der Homepage der Gemeinde zu sehen sein. Sie werden unter anderem in den Bergsteigersendungen des Bayerischen Rundfunks gezeigt.

Der Landkreis will beim Tourismus eine sanfte Schiene fahren

Holger Lortz vom Tölzer Land Tourismus berichtete, dass auf die Bilder der bisherigen drei Kameras im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Mal zugegriffen worden sei. „Wenn die Münsinger irgendwann sagen, ihnen kommen jetzt zu viele Münchner, nehmen wir die Kamera wieder vom Netz“, scherzte Klaus Götzl vom Verband Starnberger Fünf-Seen-Land.

Insgesamt soll der Tourismus laut Lortz noch stärker digitalisiert werden. 2017 sei die Homepage des Tölzer Land Tourismus mit Hinweisen auf alle 21 Gemeinden im Landkreis noch öfter angeklickt worden als 2016. Lortz appellierte an alle Vermieter, ein Online-Buchungsverfahren einzurichten und es zu pflegen. Wer dabei Hilfe benötige, könne sich an ihn, Lortz, wenden. Er werde aktuell zum „eCoach“ für die Region ausgebildet. Gleichzeitig will man laut Tourismus-Chef Dr. Andreas Wüstefeld die sanfte Schiene weiterfahren. Dazu trage das neue Wanderwege-Konzept für den Landkreissüden bei, aber auch die Kräuter-Erlebnisregion. Wüstefeld ermunterte die anwesenden Gastwirte, das Motto in ihren Speisekarten aufzugreifen. Apropos Wirte: Sie und Café-Besitzer will Susanne Huber künftig stärker in den Verein einbeziehen. „Es wäre schön, einige Restaurants und Bäcker als Mitgliedsbetriebe zu gewinnen“, sagte sie. An die Vermieter richtete Huber den Aufruf, wieder mehr Gästeehrungen durchzuführen. Der Verein habe extra neue Urkunden drucken lassen. Tanja Lühr

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