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Einen Parkschein müssen Autofahrer, die ihren Pkw am Ambacher Erholungsgelände abstellen wollen, künftig ziehen.

Erholungsgebiet Ambach

Maschine statt Mensch

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Ambach/Bad Tölz-Wolfratshausen – Wer künftig auf dem Parkplatz am Ambacher Erholungsgelände parken will, muss einen Parkschein ziehen. Der Landkreis investiert rund 80 000 Euro, um Automaten aufzustellen.

Das beschloss der Kreis-Infrastrukturausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Momentan verkaufen Mitarbeiter des Wolfratshauser Maschinenrings – der kümmert sich auch um die Pflege des Geländes – Parkscheine an die Autofahrer. Durch neue gesetzliche Regelungen, Stichwort Mindestlohn, sei das aber nicht mehr machbar, erläuterte Sachbearbeiterin Veronika Merk. Also muss eine andere Lösung her. Die zunächst angedachte Schranke würde mit 800 000 Euro sehr teuer kommen. Zudem seien gravierende Einschnitte ins Gelände und Fällarbeiten nötig, um unter anderem die Einfahrt zu verbreitern. Sinnvoller erschien die Lösung mit den Parkscheinautomaten. „Hier könnten wir auch die Tarife flexibler handhaben als jetzt“, so Merk.

Die Kontrolle, dass wirklich jeder ein Ticket zieht, könnte die Verkehrsüberwachung Wolfratshausen übernehmen. Mit ihr arbeitet die Gemeinde Münsing bereits in anderen Bereichen zusammen. Die Bußgelder würden künftig an die Kommune fließen, während beim Landkreis – wie bisher – die Einnahmen aus dem Ticketverkauf bleiben. Der Münsinger Grünen-Kreisrat Nikolaus Mair begrüßte die Umstrukturierung. „An schönen Tagen hat es sich an der Einfahrt bisher ewig gestaut.“ Viele Autofahrer hätten sich daher einfach irgendwo an die Straße gestellt.

Dass der Landkreis sich überhaupt um das Badegelände am Starnberger See kümmert, liegt daran, dass er Mitglied im Erholungsflächenverein ist. Den gründete die Landeshauptstadt München vor rund 50 Jahren. „Ziel des Vereins ist es, Erholungsmöglichkeiten für die Münchner Bürger in den umliegenden Landkreisen zu schaffen“, erläuterte Landrat Josef Niedermaier. Im Gegenzug für die 80 000-Euro-Investition würde sich Mair noch mehr Engagement vom Verein wünschen. Das Gelände brauche eine Generalsanierung. „Die Toiletten sind in schlechtem Zustand, der Behindertenzugang ist nicht beschildert, und die neue Buslinie findet sich immer noch nicht auf der Internetseite des Vereins.“ Niedermaier versprach, „darauf in der Jahresversammlung noch einmal mit Nachdruck hinzuweisen“.

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