Streitobjekt: Noch wohnt Pfarrer Martin Kirchbichler in dem kleinen Pavillon schräg gegenüber dem Pfarrheim an der Holzhausener Straße. Der Umzug ins Obergeschoss des neuen Pfarrhauses steht kurz bevor.
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Streitobjekt: Der Pavillon schräg gegenüber dem Pfarrheim an der Holzhausener Straße soll abgerissen werden.

Streit um Pavillon

Erzbischöfliches Ordinariat widerspricht Münsings Pfarrer

Der Pavillon südlich des Pfarrheims soll zum Ärger von Münsings Pfarrer abgerissen werden. Dessen Kritik weist das Erzbischöfliche Ordinariat München jedoch zurück.

Münsing – Das Erzbischöfliche Ordinariat München widerspricht der Darstellung von Münsings Pfarrer Martin Kirchbichler, dass die Kirchenverwaltung von Mariä Himmelfahrt von Anfang an gegen den Abriss des Apartmenthauses gewesen sei (wir berichteten). „Dass der Pavillon südlich des Pfarrheims nach der Fertigstellung des neuen Münsinger Pfarrhauses zurückgebaut wird, war von Planungsbeginn der Baumaßnahme an mit der örtlichen Kirchenverwaltung abgestimmt“, erklärt Pressesprecher Hendrik Steffens gegenüber unserer Zeitung.

Die Kirche habe vom Architektenwettbewerb über Vorplanung und Bauantrag bis hin zur Ausführungsplanung mit ihren jeweiligen Beschlüssen in jedem Planungsschritt den späteren Rückbau bestätigt, so Steffens. Nach Abschluss des Pfarrhaus-Neubaus entspreche die nun geplante zeitnahe Umsetzung dieses Vorhabens sämtlichen getroffenen Vereinbarungen und sei zudem Bestandteil der staatlichen Baugenehmigung, die vor Beginn der Baumaßnahme erteilt wurde.

Ordinariat : Erhalt des Pavillons unwirtschaftlich

Der Wunsch, den Pavillon mit den zwei Wohnungen für kirchliche Mitarbeiter zu erhalten, sei erst nachträglich von der Kirchenstiftung an das Ordinariat herangetragen worden, sagt Steffens. Man habe daraufhin nochmals die Möglichkeiten überprüft, sei aber zu dem Schluss gekommen, dass der Erhalt des Gebäudes unwirtschaftlich wäre, da die zu erwartenden Mieteinnahmen mittelfristig deutlich geringer ausfallen würden als der Unterhalt. Darüber hinaus wäre zur Fertigstellung des Pfarrhauses mit den zugehörigen Außenflächen eine umfassende Umplanung mit Änderungsantrag beim Landratsamt erforderlich geworden – verbunden mit weiteren Mehrkosten und Risiken.

„Vonseiten des Erzbischöflichen Ordinariats kann ein absehbar unwirtschaftliches Vorhaben nicht genehmigt werden, da dies dem Stiftungsrecht sowie dem Grundsatz widersprechen würde, Kirchensteuergelder verantwortungsvoll einzusetzen“, erklärt Steffens. Das habe man 2020 mit der Kirchenverwaltung mehrfach besprochen.

Tanja Lühr

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