Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Glückwünsche des CSU-Ortsverbandes Starnberg haben der Ortsvorsitzende Stefan Frey (3. v. re.) und die langjährigen Weggefährten (v. li.) Peter Specht, Barbara Frey, Gerd Weger, Gertrud Stretz und Theo Beigel Altbürgermeister Heribert Thallmair überbracht. (Klick für großes Bild)

Heribert Thallmair (Münsing) feiert 80. Geburtstag

80. Geburtstag: Reisen halten den Altbürgermeister fit

Münsing - Für die nächsten Wochen sind im Kalender von Heribert Thallmair mehrere Termine dick markiert. Am Montag hat der ehemalige Bürgermeister von Starnberg, der in Ammerland wohnt, seinen 80. Geburtstag gefeiert.

Dem Mann, der in seinem Leben eine Reihe bedeutender Ämter inne hatte, wollen viele Menschen und Institutionen gratulieren. Er ist gefragt, nach wie vor.

„Ausgezeichnet“ gehe es ihm, beantwortet Heribert Thallmair die Nachfrage unserer Zeitung, deren treuer Leser er seit vielen, vielen Jahren ist. „Meine Werte sind laut Doktor besser als zu der Zeit, als ich Starnberger Bürgermeister war“, sagt er und lacht. Kein Wunder, denn der Starnberger Ehrenbürger (seit 2003) reist viel und ist auch sportlich unterwegs. Nicht nur mit der fünfköpfigen Rudertruppe, zu der neben ihm auch seine Frau Anneliese, Thomas Huttig, Dr. Friedrich Struppler sowie der derzeitige Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dr. Günter Steck, gehören. Jedes Jahr ist er mit dem Fahrrad in der Bretagne oder in Frankreichs Südwesten unterwegs. Daneben bereitet sich das Ehepaar Thallmair im Herbst gewissenhaft mit Skigymnastik auf die schönen Wintertage auf der Skipiste vor oder geht in Südtirol wandern.

All’ diese Hobbys sind in Thallmairs Amtszeit viel zu kurz gekommen. Schließlich war er nicht nur 33 Jahre lang (1969 bis 2002) Starnberger Bürgermeister, sondern auch über 18 Jahre (ab 1984) Präsident des Bayerischen Gemeindetags, ebenso einige Jahre Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Eines der Ereignisse, die den in Roth in Mittelfranken geborenen Juristen während seiner beruflichen Zeit am meisten geärgert hat, war die Abschaffung des Bayerischen Senats 1999, bis dahin die zweite Kammer neben dem Landtag, die allen Gesellschaftsgruppen Vertreter zugestand, die an Gesetzgebungsverfahren mitwirken konnten. Thallmair war mehr als 15 Jahre Mitglied des Senats, zuletzt von 1996 bis 1999 dessen Präsident. Durch Volksentscheid wurde der Senat nach heftigen Diskussionen um Bürokratieabbau abgeschafft, was Thallmair auch heute noch für einen Fehler hält.

Der Bayerische Gemeindetag machte ihn nach seinem Ausscheiden zum Ehrenpräsidenten und kooptierte ihn, so dass er weiterhin an den Sitzungen teilnehmen konnte und dies auch tat – bis 2014. Als ehemaliger Präsident des Senats ist der Jubilar von den Landtagspräsidenten auch weiterhin zu festlichen Veranstaltungen des Freistaates eingeladen. So möchte ihm Barbara Stamm anlässlich seines runden Geburtstages mit einem festlichen Essen eine Freude machen, seine ehemaligen Verbände wollen ihn und sein Wirken würdigen und auch die Stadt Starnberg plant einen Stehempfang ihm zu Ehren, und zwar am 7. Juni. Deshalb also die vielen Termine. „Ich selbst wäre ja am liebsten verreist“, verrät Thallmair augenzwinkernd, doch seine Frau habe gemahnt, das müsse er durchstehen.

von Barbara Irlbauer

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