+
Das Ammerlander Kreuz ist immer wieder von Vandalismus betroffen.

Ausgerissene Blumen, zertretene Lichter

Immer wieder Vandalismus am Ammerlander Kreuz

Ammerland – Am Ammerlander Kreuz kommt es immer wieder zu Vandalismus. Thomas Wendler richtet nun einen Appell an die Täter.

Jeder im Ort, dem Thomas Wendler die Geschichte erzählt, schüttelt nur den Kopf. Wendler, von seinen Freunden „Damerl“ genannt, pflegt seit eineinhalb Jahren das Ammerlander Kreuz. Es steht am Ortseingang von Münsing kommend rechts neben der Kreisstraße zwischen zwei großen Eichen und ist ein richtiges Schmuckstück – wenn es nicht gerade wieder verwüstet wurde. „Seit einiger Zeit toben sich Unbekannte an dem Kreuz aus“, sagt Wendler. Einmal hätten sie die Bodenplatte zertrümmert und auf die Straße geworfen. Die Blumen würden regelmäßig aus der Erde gerissen, die Lichter zertreten. Fünf Säcke Erde seien schon geklaut worden, ebenso eine Sitzbank.

Der Ammerlander, der als Knecht auf dem etwas oberhalb gelegenen Hof vom Stauder-Bauern arbeitet, richtet nach jeder Zerstörung wieder alles her. „Das Kreuz ist ein Kleinod. Die Dorfbewohner, vor allem die Neubürger, aber auch Spaziergänger freuen sich dran“, sagt der „Damerl“. Er sei einfach enttäuscht über so viel Vandalismus. Wenn es einmal passiere, dass Betrunkene an einem Sommerabend etwas kaputt machten, würde er ja nichts sagen. Aber dass da ständig irgendjemand sinnlos wüten müsse. Wendler, der in vielen Ammerlander Vereinen wie der Feuerwehr und der Wasserwacht aktiv ist, hat keine Ahnung, wer der oder die Übeltäter sein könnten. Etwas Persönliches gegen ihn sei es sicher nicht.

Wendler hat jetzt einen Zettel an das Kreuz gehängt mit dem dringenden Appell, dass der Unbekannte mit dem Blödsinn aufhören möge. „Freunde haben mir auch schon geraten, eine Wildkamera anzubringen. Aber ich probier’s jetzt erst mal so“, sagt er. Freuen würde er sich, wenn jemand eine neue Bank spenden könnte. Das Kreuz wurde vor etwa 20 Jahren von Ammerlander Bürgern aufgestellt. Sie hatten den kleinen Kreuzweg am Kapellenweg, gegenüber vom Gasthaus Gerer, damals angelegt. Als etwas Geld übrigblieb, kauften sie noch ein Kreuz für die schöne Stelle zwischen den alten Eichen. So liebevoll geschmückt und bepflanzt ist der Platz, seit Thomas Wendler sich darum kümmert.

von Tanja Lühr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Jugendrat: Infos zur Stadtentwicklung aus erster Hand
Informationen aus erster Hand und Hintergrundwissen bekamen die Mitglieder des Geretsrieder Jugendrats in seiner jüngsten Sitzung.
Jugendrat: Infos zur Stadtentwicklung aus erster Hand
Geretsried soll maßvoll wachsen
Wohin soll sich Geretsried in den kommenden Jahren entwickeln? Eine Antwort auf diese Frage soll der Flächennutzungsplan (FNP) liefern, den der Stadtrat gerade neu …
Geretsried soll maßvoll wachsen
Lärm am Gleis: Anwohner hoffen auf Schallschutz
Die Anwohner des Mühlpointwegs sind nicht nur wegen des ungesicherten Gleiszugangs in Habachtstellung. Sie beklagen auch, dass die Bahn in letzter Zeit die nötige …
Lärm am Gleis: Anwohner hoffen auf Schallschutz
Geretsriederin (32) betrügt weiter – zum sechsten Mal verurteilt
Nur ein halbes Jahr nachdem sie vorzeitig aus der Haft entlassen worden war, wurde eine Geretsriederin (32) erneut straffällig. Trotz zweifacher offener …
Geretsriederin (32) betrügt weiter – zum sechsten Mal verurteilt

Kommentare