Entscheidungen im Gemeinderat

Interkommunales Hallenbad : Münsing und Eurasburg schwimmen mit

Langsam, aber sicher füllt sich das Boot: Nach Dietramszell und Königsdorf haben auch Münsing und Eurasburg einer Kostenbeteiligung am interkommunalen Hallenbad in Geretsried zugestimmt.

Münsing/Eurasburg– Die Entscheidung im Münsinger Gemeinderat am Dienstagabend fiel einstimmig und ohne Diskussion. Wie berichtet haben sich die Kosten für alle beteiligten Nordlandkreiskommunen sowie den Landkreis aufgrund der seit 2013 gestiegenen Baukosten erhöht. Münsing muss 39.487 Euro statt der ursprünglich vorgesehenen 21.600 Euro bezahlen. Das sind rund 0,26 Prozent der Gesamtkosten von rund 15 Millionen Euro. Der Betrag von 39.487 Euro sei fixiert, weitere Kostensteigerungen würden auf das Risiko der Stadt Geretsried gehen, erklärte Bürgermeister Michael Grasl. Eine Erklärung, warum es nicht bei der zunächst versprochenen maximalen Kostensteigerung von 15 Prozent blieb, soll die Stadt Geretsried auf Wunsch der Gemeinde nachreichen. „Die Vereinbarung war hier textlich nicht ganz korrekt, was aber bereits in Berichtigung ist“, sagte Kämmerer Hubert Kühn.

Zu dem Baukostenzuschuss hinzu kommt der jährliche Betriebskostenanteil von rund 24.900 Euro. Er wurde bereits 2016 vom Gemeinderat beschlossen. Der Betrag ist auf die Dauer von zehn Jahren nach Inbetriebnahme des Bads festgelegt. Danach erfolgt eine Anpassung auf weitere fünf Jahre. Auch die Nutzungsgebühren von zirka 205 Euro pro Schulklasse und Stunde bleiben unverändert. „Es wird nur nach tatsächlich in Anspruch genommenen Schwimmstunden abgerechnet“, betonte der Bürgermeister. Er hoffe aber, dass es die Grundschule schaffe, mit möglichst vielen Schülern schwimmen zu gehen.

Auch der Eurasburger Gemeinderat bleibt bei seiner Entscheidung pro interkommunalem Hallenbad. „Wir haben schon einmal dafür gestimmt, und das ziehen wir jetzt durch, am besten so schnell wie möglich“, sagte Gemeinderat Peter Goepfert in der Sitzung am Dienstagabend. Der Betriebskostenanteil von Eurasburg beläuft sich auf knapp 30.000 Euro, bislang war von rund 25.000 Euro die Rede. Der Investitionskostenzuschus beträgt 39.487 Euro. „Ich kann nur an jeden appellieren, dem zuzustimmen“, unterstrich Ratsmitglied Klaus Koch die Bedeutung des neuen Schul- und Sportbads. „Das ist ein deutlicher Gewinn nicht nur für die Schüler, sondern für die Menschen in der Gemeinde allgemein“, so Koch. „Mit rund 40 000 Euro sind wir als Mitnutzer gut bedient.“ Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung über die Investitions- und Betriebskosten einstimmig zu.    tal/rst

Rubriklistenbild: © dpa

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