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Kinderbetreuung in Münsing: Situation hat sich nur leicht entspannt

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Nicht an Plätzen, sondern an Personal fehlt es in den Kindertagesstätten in Münsing.
Nicht an Plätzen, sondern an Personal fehlt es in den Kindertagesstätten in Münsing. © Monika Skolimowska/dpa

Die Kinderbetreuungssituation in der Gemeinde Münsing hat sich ein wenig entspannt. Problem sind nicht die Räume, sondern das Personal.

Münsing – Die Kinderbetreuungssituation in der Gemeinde Münsing hat sich kurz vor Beginn des neuen Kindergartenjahres ein wenig entspannt. Bedarf an Krippenplätzen besteht aber immer noch. Das Problem sind nicht die Räume, sondern das Personal.

Kinderbetreuung in Münsing: Situation hat sich nur leicht entspannt

Für ihre Kindertagesstätte St. Georg in Holzhausen sucht die katholische Kirche händeringend eine Erzieherin oder einen Erzieher, einen Kinderpfleger oder eine Kinderpflegerin sowie Praktikanten und Freiwilligendienst-Leistende (FSJ), um eine zweite Krippengruppe eröffnen zu können. Die Gemeinde Münsing will dafür das ihr gehörende Kindergartengebäude an der Kirchbergstraße umbauen. Der Bauantrag ist gestellt. Nach Auskunft von Kämmerer Hubert Kühn würde es vom Denkmalschutz und Brandschutz her – beides bisher kritisch – „ganz gut ausschauen“. Aber was nützten kleinkindgerechte Räumlichkeiten, wenn der Betreuungsschlüssel nicht erfüllt werden könne, fragt Kühn.

Kirche sucht dringend Personal für zusätzliche Krippengruppe

Johann Geiger von der Kirchenverwaltung bedauert, dass man aufgrund des Personalmangels etlichen Eltern mit Kleinkindern auf der Warteliste für einen Krippenplatz absagen musste. „Eine vierte Gruppe würden wir leicht voll bringen“, meint er. Für die beiden Kindergartengruppen gebe es keine Warteliste mehr. Hier würden alle neuen Mädchen und Buben ab September untergebracht. Wie berichtet hatten sich Eltern vor einiger Zeit in einem offenen Brief an die Gemeinde gewandt mit der Bitte, Lösungen für die Betreuung der Kleinsten zu finden.

Im Heinrich-Obermaier-Kindergarten in Degerndorf ist die Lage erfreulicher. Hier lässt die Gemeinde gerade eine bestehende Wohnung in einen weiteren Gruppenraum für über Dreijährige umbauen. „Spätestens Anfang Oktober soll alles fertig sein“, sagt Kühn. Eine Krippe gibt es im Degerndorfer Kindergarten nicht. Allerdings betreiben gleich nebenan erfahrene Tagesmütter eine Großtagespflege für Ein- bis Dreijährige.

Kindergärten zahlen Ballungsraumzulage

Der Heinrich-Obermaier-Kindergarten ist personell besser aufgestellt als der kirchliche. Die Stelle der in den Ruhestand gehenden Leiterin habe man nahtlos aus den eigenen Reihen nachbesetzen können, sagt Kühn. Beide Kindergärten zahlen die Ballungsraum-Zulage. Die Kirche würde auch günstige Wohnungen für neue Mitarbeiter finden, verspricht Johann Geiger. Doch der Markt sei leer gefegt. Zahlreiche andere Kommunen würden das im Moment spüren.

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Eine dritte Einrichtung in Münsing ist der Waldkindergarten „Waldameisen“ in Ammerland. „Insgesamt erwarten wir uns eine Entspannung, haben aber noch lange nicht den Bedarf gedeckt“, fasst Bürgermeister Michael Grasl zusammen. Wäre es mit dem Bürgerhaus schneller gegangen, könnte jetzt schon das Rathaus zu einem „Haus der Kinder“ umgebaut werden. Damit rechnet die Gemeinde ab 2024.  

tal

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