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Sie zählen mit Fug und Recht zu den besten Semiprofessionellen im Landkreis: Die Musiker der Musikkapelle Münsing unter der bewährten Leitung von Michael Kavelar. Foto: Hans ippert

Musikkapelle Münsing

Aus Liebe zur Musik

Münsing – Restlos ausverkauft waren die beiden Weihnachtskonzerte der Musikkapelle Münsing in der Turnhalle.

„Oh du fröhliche“: Gleich zu Beginn war das einzige Weihnachtslied, das die Musikkapelle Münsing (MKM) bei ihren diesjährigen beiden Weihnachtskonzerten am Samstag und Sonntag spielte ein festlicher Ausklang der Feiertage und eine wunderbare Einstimmung auf einen sehr abwechslungsreichen Abend. Die 35 Holz- und Blechbläser und drei Schlagzeuger unter der Leitung von Dirigent Michael Kavelar überraschten das Publikum mit einem bunten Strauß aus bayerisch-böhmischer Blasmusik, Klassik und Moderne. Durch den Abend führten nach der Begrüßung durch den Musikkapellen-Vorsitzenden Michael Huber mit jugendlicher Frische Katharina Hofner und Felix Röder.

Zweimal war das Konzert in der Turnhalle restlos ausverkauft, einige Kurzentschlossene mussten auf Bänken Platz nehmen. Unter den Ehrengästen befanden sich Bürgermeister Michael Grasl, Schulleiterin Angelika Banner und die Musikerkollegen aus der künftigen Partnergemeinde Münsings, Todtnauberg im Südschwarzwald.

Das Laienensemble der MKM darf mit Fug und Recht zu den besten des Landkreises gerechnet werden. Gleich beim zweiten Programmpunkt, der „Appalachian Overture“ von James Barnes, einem der 100 beliebtesten Blasmusikwerke weltweit, zeigten die Musikanten ihre Vielfältigkeit. Wie ein Fluss wechselte ihr Spiel zwischen leise plätschernden Melodien und rauschenden Passagen, bis es sich am Ende in einen gewaltigen Wasserfall ergoss, so dass man meinen konnte, ein ganzes Sinfonieorchester sitze auf der Bühne. Beim nachfolgenden „Divertimento“ mit Anklängen italienischer Volksmusik wurden interessante Akzente durch den Einsatz verschiedener Percussion-Instrumente gesetzt, die wie Hufgeklapper klangen. Insgesamt forderte das aus fünf Sätzen bestehende Stück die ganze Aufmerksamkeit der Zuhörer. Die Münsinger wollen mit dem „Divertimento“ heuer nach längerer Pause einmal wieder an einem klassischen Wertungsspiel teilnehmen. Ins benachbarte Österreich führte die Reise weiter mit dem „Kaiser-Walzer“ von Johann Strauß und dem „Radetzky-Marsch“.

Nach der Pause ging es schwungvoll deutsch-amerikanisch in Richtung Neues Jahr. Die Solisten Laurenz Eschenlohr (Bassflügelhorn) sowie Georg Sebald und Michael Kavelar an den Trompeten stellten ihr Können mit zünftigen Polkas unter Beweis. Mit riesigen Sombreros auf den Köpfen zog das Trompetenduo als „Zwei Mexikaner in Böhmen“ überdies noch eine witzige Show ab. Mit „vui Gfui“, wie Katharina Hofner ankündigte, interpretierte dann wieder der gesamte Klangkörper den Klassiker „Can’t take my Eyes off you“. Nicht fehlen darf bei den Münsinger Weihnachtskonzerten ein Medley aus berühmten Filmmusiktiteln. James Bond ließ diesmal mit den Songs „Goldfinger“, „Live and Let Die“ und „Skyfall“ grüßen, was an Dynamik und Dramatik kaum zu überbieten war.

Festlich, wie er begonnen hatte, endete der Abend (abgesehen von den Zugaben) mit John Miles‘ „Music“. In dem Evergreen geht es um die Liebe zur Musik. Sie sprach aus jedem Ton, jeder Sequenz, jedem Arrangement der Musikkapelle Münsing.

Tanja Lühr

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