+
Nagelneu: Am Samstag wurde das Löschfahrzeug der St. Heinricher Feuerwehr eingeweiht und von Pfarrer Mladen Znahor (re.) gesegnet. 

Löschfahrzeug eingeweiht

Ein bewegender Moment für St. Heinrich

Als letzte der 58 Landkreis-Feuerwehren hat St. Heinrich am Samstag ein eigenes Löschfahrzeug bekommen. Es wurde am Samstag feierlich eingeweiht.

Münsing - Zur Feier des großen Tagen waren die vier übrigen Münsinger Ortsteilfeuerwehren bei der Einweihung vor Ort, die Dorfener, Ickinger, Beuerberger. Auch die Seeshaupter und Iffeldorfer Wehren, das Technische Hilfswerk und die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft Wolfratshausen-Schäftlarn sowie der Trachtenverein Seeshaupt feierten das freudige Ereignis mit den Nachbarn.

Nach dem Festgottesdienst mit Pfarrer Mladen Znahor zogen die Abordnungen mit Fahnen zum 2013 neu erbauten Feuerwehrhaus. Dort stand der mit einer Blumengirlande geschmückte, nagelneue, rote Mitsubishi vor der Garage und glänzte in der Sonne. 220 000 Euro hat der Allrounder die Gemeinde gekostet. 49 000 Euro wurden an Förderung vom Freistaat zugesagt. Das MLF für sechs Personen verfügt über einen 800-Liter-Löschwassertank, einen Nass-Sauger für Überschwemmungseinsätze, Vorrichtungen zur Verkehrsabsicherung und vier Atemschutzgeräte. Nach den Wünschen der Wehr ausgestattet hat das Fahrzeug die Firma Lentner aus Hohenlinden.

Das Löschfahrzeug ist perfekt auf St. Heinrich zugeschnitten

Thomas Grassl führte in Abstimmung mit Kommandant Bernhard Block die Verhandlungen, wofür der Vereinsvorsitzende Hans Ziegler den beiden in seinem Grußwort dankte. Ziegler sprach von einem „bewegenden Moment“, nach so langer Zeit des Wartens endlich ein adäquates Feuerwehrauto zur Verfügung zu haben. Jahrzehntelang nutzten die St. Heinricher Floriansjüngern einen Tragkraft-Spritzenanhänger, Baujahr Anfang 1960, den sie vor jedem Einsatz an einem Traktor befestigten. Zu Unfällen rückten sie mit privaten Pkw aus. Das sei kein Zustand gewesen, sagte Kreisbrandrat Karl Murböck. Die Sicherheit der Freiwilligen gehe schließlich über alles. Murböck ermunterte die Aktiven, den Umgang mit dem neuen Wagen fleißig zu üben, denn: „Jedes Gerät ist nur so gut wie die Mannschaft, die es bedient.“

Auf den sich kreuzenden Staatsstraßen passieren viele Unfälle

Bürgermeister Michael Grasl freute sich, dass das neue Fahrzeug so perfekt auf die Bedürfnisse der St.Heinricher Wehr zugeschnitten ist. An den beiden sich kreuzenden Staatsstraßen im Ort passieren viele Unfälle. Auch ist so nah am Starnberger See die Gefahr von Überschwemmungen groß. Für all das ist der Mitsubishi gerüstet. Allzeit gute Fahrt wünschten die Kameraden der Patenfeuerwehr Holzhausen. Der Vorsitzende Anton Hinterholzer überreichte Kommandant Bernhard Block eine zuvor von Pfarrer Znahor geweihte Christophorus-Plakette. Noch mehr Geschenke gab es in Form eines von Seehaus-Wirt Markus Sulzmann spendierten Mittagessens und von der Gemeinde gestifteten Getränken. Die St. Heinricher Frauen trugen mit selbst gebackenen Kuchen und Kaffee zu dem rundum gelungenen Fest bei. Tanja Lühr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Christa Castringius: seit zehn Jahren Spenden für die Musik
Seit gut zehn Jahren unterstützt Christa Castringius Musikprojekte für Kinder, gründete sogar eine Stiftung. Für ihr Engagement erhielt die Lengenwieserin jetzt den …
Christa Castringius: seit zehn Jahren Spenden für die Musik
Hier darf jeder rein: Das Königsdorfer Bücherhaus ist ein Erfolgsmodell
Das Königsdorfer Bücherhaus steht seit einem Jahr allen Leseratten offen. Offene Bücherschränke liegen im Trend - das zeigt sich auch in Königsdorf.
Hier darf jeder rein: Das Königsdorfer Bücherhaus ist ein Erfolgsmodell
Unmut über Schließung von Raiffeisenbanken 
Die Schließung der Filialen in Ascholding und Endlhausen durch die Raiffeisenbank im Oberland löst massiven Unmut aus. Der Vorwurf vieler Genossen: Es geht nur noch ums …
Unmut über Schließung von Raiffeisenbanken 
Nach Getriebeschaden: Geretsrieder Weltreisende können weiterfahren
Yvonne Turzer und Thomas Schygulla sind seit einem halben Jahr mit ihrem Kleinbus namens Bockerl auf Weltreise. In Oregon ging das Getriebe kaputt - davon lässt sich das …
Nach Getriebeschaden: Geretsrieder Weltreisende können weiterfahren

Kommentare