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Im Streit vereint: Die Herrn Dr. Klöbner und Müller Lüdenscheidt bei ihrem Dialog in der Badewanne am Münsinger Dorfplatz.

Loriot

Loriot-Denkmal in Münsing: Eine große Attraktion

  • Volker Ufertinger
    vonVolker Ufertinger
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Das Loriot-Denkmal am Münsinger Dorfplatz ist sehr beliebt - bei Einheimischen und Auswärtigen ebenso wie bei Brautpaaren. 

Münsing – Am heutigen Montag wäre einer der größten deutschen Humoristen 95 Jahre alt geworden: Loriot. Die Gemeinde Münsing hat zur Erinnerung an ihren Ehrenbürger 2017 am Dorfplatz ein Wasserspiel aufgestellt, angelehnt an den berühmten Sketch „Zwei Herren im Bad“. Darüber, wie dieses besondere Denkmal bei der Bevölkerung ankommt, sprach Redakteur Volker Ufertinger mit dem Bildhauer Ernst Grünwald, der das Projekt koordiniert hat.

Herr Grünwald, ein gutes Jahr nach der Einweihung: Wie wird das Loriot-Denkmal angenommen?

Sehr gut, vielen Dank der Nachfrage. Es rührt sich richtig was am Dorfplatz. Wasser zieht die Kinder an, man sieht sie da häufig spielen. Und dass es nebenan im „Stracciatella“ auch noch Eis gibt, macht das Ganze für Kinder natürlich perfekt. Es kommen auch viele Auswärtige, die das Denkmal sehen und fotografieren wollen. Es sind so viele, dass wir inzwischen ein Hinweisschild an der Kreuzung angebracht haben. Ich habe mir auch erzählen lassen, dass dort ein Brautpaar an seinem Hochzeitstag vorbeigeschaut hat, weil beide Loriot-Fans waren. Die Gemeinde Münsing macht gar keine Werbung für das Denkmal. Aber irgendwie hat es sich doch herumgesprochen.

Ernst Grünwald, Projektkoordinator

Können auch jüngere Besucher etwas damit anfangen, die den Sketch vielleicht nicht kennen?

Zumindest fangen sie an, Fragen zu stellen. Da sind zwei Männer, die nackt in einem Bad stehen, und hin und wieder kommt Wasser aus ihrem Mund, als Symbol für den Dialog, den sie bei Loriot führen. Manche ziehen ihr Smartphone raus, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Um in Internet findet man den Sketch ja ganz schnell.

Im Bad schwimmen ja auch Enten...

Ja, die Enten sind immer ein Thema. Unsere beiden Wasserwarte haben mehrere Enten in Reserve, für den Fall, dass mal eine wegkommt. Aber das ist ganz selten der Fall.

Hat sich der Standort, der Dorfplatz, bewährt?

Ja, unbedingt. Wir wollten ja, dass sich der Dorfplatz belebt, und dafür muss man den Bürgern ein Angebot machen. Wir haben da jetzt nicht nur das Denkmal, sondern auch den Lüßbach, das „Stracciatella“, den Freiraum, wo man schön draußen sitzen und Kaffee trinken kann, und verschiedene Infotafeln über die historischen Münsinger Höfe. Gleichzeitig steht das Denkmal ein bisschen im Eck, sodass der Platz frei bleibt für regelmäßige Veranstaltungen. Übrigens hat sich Loriot auch sehr gerne am Dorfplatz aufgehalten.

Die Technik des Denkmals ist ja ziemlich anspruchsvoll und war entsprechend teuer.

Ja, die Technik hat fast genau so viel gekostet wie der Rest des Denkmals. Das hat auch seine guten Gründe. Zum einen wollten wir aus Umweltgründen, dass immer dasselbe Wasser verwendet wird. Um zu verhindern, dass es verkalkt und sich verfärbt, müssen spezielle Mittel zugesetzt werden. Außerdem sind Düsen eingebaut worden, damit das Wasser immer in Bewegung bleibt und sich keine Algen ansetzen. Und vieles andere mehr, was man nicht so sieht.

Kann man sich das Denkmal derzeit anschauen?

Im Winter leider nicht, wir haben es kürzlich eingehaust. Aber im späten Frühjahr ist es wieder so weit.

vu


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