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Der geplante Standort: An der markierten Stelle soll nach Darstellung der Bürgerinitiative der Mast entstehen

Er soll 40 Meter hoch werden

Münsing soll zweiten Mobilfunkmasten bekommen: Warum sich 50 Bürger dagegen wehren

Im Münsinger Ortsteil Holzhausen soll ein 40 Meter hoher Mobilfunkmast gebaut werden. Einigen Bürgern passt das gar nicht - und wehren sich dagegen.

Holzhausen – Im Münsinger Ortsteil Holzhausen hat sich eine Bürgerinitiative (BI) gegen einen geplanten Mobilfunkmasten gegründet. Der rund 40 Meter hohe Sendemast soll wie berichtet an der Brunnenstraße, oberhalb der ehemaligen Kiesgrube hinter dem Ortsausgang Holzhausen Richtung Attenkam auf Privatgrund errichtet werden. Grundstückseigentümer und Betreiber sind sich bereits einig geworden.

Etwa 50 Holzhauser Bürger möchten das Projekt, das vom Gemeinderat und vom Landratsamt noch genehmigt werden muss, verhindern. Die Sprecherin der BI „Kein Mobilfunkmast in Holzhausen“, Sarah Ross, schreibt in einer Pressemitteilung: „Unser wunderschönes Dorf, umrahmt von Maria-Dank-Kapelle und St. Johann Baptist Kirche, mit malerischem Blick auf den Starnberger See, soll in Zukunft von einem neuen Monument überragt werden, einem über 40 Meter hohen Funkmast“.

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Die Gegner haben nicht nur optische, sondern auch gesundheitliche Bedenken. Viele Studien, so schreibt Ross, belegten seit Jahren, dass durch die Strahlung von Funkmasten die Gesundheit der Anwohner massiv gefährdet werde. Ein erhöhtes Risiko von Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Demenz, Kopfschmerzen, Schlafstörungen stehe im direkten Zusammenhang mit Funkstrahlenbelastung.

Laut Studien seien auch negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Tiere und der Natur zu erwarten, wie Missbildungen von Jungtieren, Fehlgeburten sowie Insekten- und Baumschädigungen, heißt es weiter. Der dem Mobilfunkmast nächstgelegene Bauernhof wäre nur 150 Meter entfernt und lebe von Milchwirtschaft und Tourismus. Holzhausen sei ein beliebtes Urlaubsziel, wo Touristen Erholung und Regeneration fänden.

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Bisher gibt es in der Gemeinde nur einen Mobilfunkmasten östlich der Autobahn. Ein weiterer, 45 Meter hoher Stahlgitter-Mast ist etwa einen Kilometer südöstlich von Sonderham geplant. Für diesen Standort erteilte die Gemeinde kürzlich das Einvernehmen; der Antrag liegt beim Kreisbauamt. Ross fragt in diesem Zusammenhang, wie viele Mobilfunkmasten die Gemeinde Münsing brauche. Den Bürgermeister mit Gemeinderat fordert sie auf, das jüngste Vorhaben mit allen rechtlichen und politischen Mitteln noch zu verhindern und für die Zukunft ein Mobilfunkkonzept zu erstellen.

Unterschriftenlisten

gegen den Masten bei Holzhausen liegen ab Montag, 6. Mai, aus: in Holzhausen im Café Waldhauser (Brunnenstraße 28a), bei Martin Weber, Polsterei und Trachten (Brunnenstraße 14) und in der Praxis Jürgen Haberl (Brunnenstraße 29) sowie in Münsing im Loth-Hof-Laden (Biberweg 1), in der Ostufer-Apotheke (Hauptstraße 19) und im Getränke- und Gartenmarkt Graf (Am Kirchberg 16).

Tanja Lühr

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