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„Einen Tagesmarsch von Münsing entfernt“ sollen die Weltverbesserer leben, die (v. li.) Jan Greune, Evelyn van Kempen und Gesine Stürner-Cantz mit ihrem Knowhow bei der Umsetzung ihrer guten Ideen unterstützen wollen.

Drei Kreative loben einen Wettbewerb aus

Drei Weltverbesserer wollen Anschubhilfe leisten

Jan Greune, Evelyn van Kempen und Gesine Stürner-Cantz  sind auf der Suche nach einer guten Idee. Sie bieten ihr Knowhow, um die Umsetzung eines Projekts zu unterstützen. 

Münsing – Tue Gutes und lass dir dabei helfen – unter diesem Motto wollen drei Münsinger Marketing-Experten mit ihrem Knowhow zu Weihnachten kostenlos andere Menschen bei der Umsetzung ihrer guten Ideen unterstützen. Diese Ideen sollten „die Welt ein Stück weit verbessern“, sagen Evelyn van Kempen, Gesine Stürner-Cantz und Jan Greune.

Es könne sich um Projekte im sozialen Bereich, im Umweltschutz, Tierschutz, Sport oder anderem handeln. Dabei könne „die Welt“ aus dem eigenen Dorf bestehen oder es könne sich tatsächlich um ein Projekt in einem fernen Land handeln, das von hier aus betreut wird. „Ein Tagwerk“ soll die Anschubhilfe sein, grenzt Fotograf Jan Greune den zeitlichen Rahmen ein. Die Weltverbesserer sollten nicht weiter als einen Tagesmarsch von Münsing entfernt leben. „München und Umgebung und ein paar Kilometer über den Landkreis hinaus sind noch okay“, sagt von Kempen.

Um das Ganze ein bisschen spannend zu machen, hat das Trio sein Angebot als Wettbewerb gestaltet: Wer glaubt, an einer Erfindung oder neuartigen Einrichtung zum Segen der Menschheit dran zu sein, der nur noch die entsprechende Werbung und Vermarktung fehlen, schreibt eine E-Mail an Evelyn van Kempens Homepage www.zomppp.de. Einsendeschluss ist der 31. Dezember dieses Jahres. „Bis jetzt sind acht Bewerbungen eingegangen“, sagt die Initiatorin. Erfahrungsgemäß komme nach Weihnachten noch einmal ein ganzer Schwung.

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Die Marketingberaterin aus Holzhausen hat im vergangenen Jahr zusammen mit drei weiteren Marketingexpertinnen bereits einen ähnlichen Wettbewerb durchgeführt. Sieger war das Unternehmen „Wasser 3.0“. Das ist ein Team von Chemikern, das einen Weg gefunden hat, Mikroplastik und andere Mikroschadstoffe aus Trinkwasser herauszutrennen.

Während van Kempen und ihre Kolleginnen damals acht Monate investierten, um die Start-up-Firma publik zu machen, soll die Hilfe diesmal nicht ganz so aufwendig ausfallen. „Es sollte auf jeden Fall schon eine Struktur vorhanden sein, die rechtliche Form sollte geklärt sein“, sagt Gesine Stürner-Cantz. „Wir können dann zum Beispiel eine Website gestalten oder eine Onlineaktion starten“, so die Grafikdesignerin. Für die Bilder ist der Sport- und Lifestyle-Fotograf Jan Greune zuständig. Er arbeitet für Kunden wie König Pilsener, Iveco oder das Fahrradmagazin „My Bike“. Er weiß Menschen und Produkte also bestens in Szene zu setzen.

Was hat die drei befreundeten kreativen Köpfe dazu bewogen, ihre Expertise anderen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen? „Ich finde es schön, das, was man am besten kann, zu verschenken“, sagt Stürner-Cantz. „Ja, das fühlt sich irgendwie aktiver an, als nur zu spenden. Für mich ist das ein Herzensprojekt“, ergänzt van Kempen. Greune meint: „Für eine gute Sache opfert man gerne seine Zeit – und wenn es etwas länger als ein Tagwerk dauern sollte, wäre das auch kein Thema.“ Nur die Materialkosten, etwa für Fotoabzüge, müsste der Wettbewerbssieger selber tragen.

Anfang Januar wollen sich die Drei zusammensetzen und aus den eingesandten Vorschlägen den in ihren Augen besten auswählen. „Wir werden allen, die nicht gewonnen haben, persönlich schreiben. Vielleicht können wir auch einen nützlichen Kontakt für den ein oder anderen herstellen“, sagt van Kempen. Mitte Januar soll der Sieger feststehen – und dann kann es auch gleich losgehen.

Tanja Lühr

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