Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus
+
Die Polizei musste den Car-Sharing-Wagen, der in Holzhausen eine Garage blockierte, schließlich selbst abschleppen. 

Anfragen beim Unternehmen bleiben ohne Erfolg

Carsharing-Auto blockiert tagelang eine Garage - dann schleppt die Polizei es ab

  • Sabine Schörner
    vonSabine Schörner
    schließen

In die Verzweiflung trieb einen Holzhauser ein Carsharing-Pkw, der tagelang vor seiner Garage stand. Das Unternehmen wollte sich darum kümmern, tat aber nichts. 

Münsing – Fünf Tage stand ein Carsharing-Pkw vor einer Privatgarage im Münsinger Ortsteil Holzhausen. Am Ende musste ihn die Polizei abschleppen lassen. Der Anwohner hat Anzeige wegen Nötigung erstattet.

Es war am Montag gegen 11 Uhr vor einer Woche, als eine bislang unbekannte Dame den Mini auf dem Privatgrundstück eines 64-jährigen Anwohners aus der Brunnenstraße abstellte – und zwar direkt vor der Garage, sodass es unmöglich war, den darin befindlichen Anhänger herauszuholen, berichtet die Polizei. Nachdem der Pkw am nächsten Tag immer noch dort stand und eine Kontaktaufnahme mit der Carsharing-Firma nicht weiterhalf, meldete sich der Holzhauser bei der Wolfratshauser Inspektion. Die Beamten erfuhren vom verantwortlichen Anbieter, dass das Fahrzeug offensichtlich außerhalb des vertraglich vereinbarten Bereichs bewegt worden war. Die Dame hätte also gar nicht nach Holzhausen fahren dürfen. Warum sie auf dem Privatgrundstück geparkt hatte, war nicht bekannt. Um eine schnelle Lösung des Problems herbeizuführen, bot das Carsharing-Unternehmen an, dass der Anwohner das Auto auf Kosten der Firma abschleppen lassen könne. Die Nachfrage bei diversen Abschleppunternehmen ergab allerdings, dass der Geschädigte dafür das Geld hätte vorstrecken müssen, was dieser „aus nachvollziehbaren Gründen ablehnte“, so die Polizei.

Lesen Sie auch: Königstreuer Holzhauser fordert neues Ludwig II.-Denkmal

Der 64-Jährige forderte die Carsharing-Firma daraufhin mehrfach telefonisch und schriftlich auf, das Fahrzeug von seinem Grundstück zu entfernen. Diverse Mitarbeiter versicherten ihm immer wieder, dass man sich der Sache annehme. Es sei sogar schon jemand unterwegs, den Mini abzuholen.

Das Ende vom Lied: Am Freitag stand der Pkw immer noch vor der Garage. In seiner ganzen Verzweiflung wendete sich der 64-Jährige gegen 14 Uhr erneut an die Polizei. Diesmal forderten die Beamten das Carsharing-Unternehmen eindringlich dazu auf, das Auto bis 16 Uhr zu entfernen. Wieder versicherte die Firma, sich sofort um die Sache zu kümmern. Kurz nach Ablauf der Frist stand der Mini immer noch dort – und die Polizei schritt zur Tat. Es „erfolgte eine polizeiliche Umsetzung des Fahrzeugs mittels Abschlepper“, wie es heißt. Der 64-Jährige erstattete Anzeige wegen Nötigung, die Ermittlungen der Polizei laufen. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Radunfall in Geretsried: Polizei sucht Unfallbeteiligte mit orangefarbenem Kopftuch
Bei einer Kollision zweier Radfahrerinnen auf dem Radweg parallel zur B11 am Freitag zog sich eine Beteiligte schwere Blessuren zu, die andere setzte ihre Fahrt fort, …
Radunfall in Geretsried: Polizei sucht Unfallbeteiligte mit orangefarbenem Kopftuch
Schwere Radunfällen im Tölzer Land: Fünf Verletzte
Eine ganze Reihe von schweren Fahrradunfällen ereignete sich am Wochenende im südlichen Landkreis. Fünf Beteiligte mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Einmal war …
Schwere Radunfällen im Tölzer Land: Fünf Verletzte
Kettenreaktion: Motorradfahrer leicht verletzt
Ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Autos ereignete sich am Samstag gegen 12.50 Uhr auf der Staatsstraße 2065 im Münsinger Ortsteil Mandl. Dabei stürzte auch ein …
Kettenreaktion: Motorradfahrer leicht verletzt
Amtsgericht: Ein Streit, zwei Versionen
Zu fast jedem Streit gibt es zwei Sichtweisen. Selten gehen die aber so weit auseinander wie bei einer körperlichen Auseinandersetzung, die zwei Geretsrieder im Sommer …
Amtsgericht: Ein Streit, zwei Versionen

Kommentare