Spatenstich für das Münsinger Bürgerzentrum
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Viel Staub hatte das neue Rat- und Bürgerhaus im Vorfeld aufgewirbelt. Am Donnerstag fand der Spatenstich für das 21-Millionen-Projekt statt.

Bauarbeiten am ehemaligen Pallaufhof haben begonnen

Das war der Spatenstich für das Münsinger Bürgerzentrum

Nach einem Architektenwettbewerb, langer Planung und einigen Protesten war es am Donnerstag so weit: Die Bauarbeiten am Münsinger Bürgerzentrum haben begonnen.

Münsing - Am Dienstagabend war ein schwerer Kran mit einem Spezialtransport auf dem Grundstück an der Weipertshauser Straße eingetroffen. Weitere Fahrzeuge stehen parat, ebenso Pfähle für die Spundwände. Das Einziehen der Wände wird laut Bürgermeister Michael Grasl etwa einen Monat dauern. Er weist darauf hin, dass es während dieser Arbeiten in der Nachbarschaft zu Erschütterungen kommen könne. Messstellen seien eingerichtet, um insbesondere die Pfarrkirche und den Pfarrhof, aber natürlich auch die Anwohner, zu schützen.

Im Anschluss wird die Gemeinde einen Baumeister beauftragen. Die Bodenplatte, auf der der Rohbau stehen wird, soll noch heuer gelegt werden. Mit der Fertigstellung des rund 21 Millionen Euro teuren Rat- und Bürgerhauses samt Tiefgarage rechnet die Gemeinde bis Mitte 2023. Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, will im Oktober persönlich einen symbolischen Scheck mit der Fördersumme überreichen, die laut Münsings Kämmerer Hubert Kühn noch nicht genau feststeht.

Bürgermeister Michael Grasl war beim Spaten-, beziehungsweise Schaufelstich die Erleichterung über den Baubeginn anzusehen. Das Projekt hatte wegen der fast auf das Doppelte gestiegenen Kosten besorgte Bürger und sogar den Bund der Steuerzahler auf den Plan gerufen. Von beiden Seiten habe er nichts mehr gehört, sagt Grasl. Es störe ihn aber überhaupt nicht, wenn der Bund der Steuerzahler weiterhin ein wachsames Auge auf Münsing werfe.

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Wenn er sich neu errichtete Bürgerhäuser rund um München anschaue, stelle er fest, dass alle ähnlich viel gekostet hätten. Es wäre zu kurz gedacht gewesen, ein auf Kante genähtes Gebäude zu planen, sagte er. „Kultur und Begegnung brauchen Raum.“ Zum Glück habe sich mittlerweile der Holzpreis ein wenig entspannt, sodass weitere Kostensteigerungen in dem Zusammenhang nicht zu erwarten seien. Der Rathauschef räumte ein, dass das neue Gemeindezentrum „einen Kraftakt darstellt, wie ihn Münsing so schnell nicht wieder erleben wird“.

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Architekt Bernhard Peck vom Münchner Büro Peck.Damm betonte, man wolle in der Seegemeinde nichts Ortsfremdes schaffen. Sein Entwurf orientiere sich an dem langgestreckten Einfirsthof, dem Pallaufhof, der zuvor auf dem Grundstück stand. Das neue Gebäude wird ein markantes, vor die Fassade gesetztes Holzspalier erhalten, sich in der Form aber in die Umgebung einfügen. Bürgermeister Michael Grasl wünschte den Arbeitern eine „unfallfreie Baustelle“, bevor er am Projekt Beteiligte und Gemeinderäte zum Frühschoppen in den Altwirt einlud. Tanja Lühr

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