Vielen Bürgern ein Dorn im Auge: Die graue Betonmauer an der Beuerberger Straße 5 in St. Heinrich.
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Vielen Bürgern ein Dorn im Auge: Die graue Betonmauer an der Beuerberger Straße 5 in St. Heinrich.

Bauaufsicht schreitet ein

Nach Beschwerde der Gemeinde: Diese Mauer muss weg

Gemeinderäten und Bürgern ist sie ein Dorn im Auge: Jetzt muss die über zwei Meter hohe Mauer an der Einfahrtsstraße nach St. Heinrich entfernt werden.

Münsing - Die graue Betonmauer an der Beuerberger Straße 5 sticht mit ihren über zwei Metern Höhe und ihrer Länge heraus. Zwischen den rustikalen Gasthöfen Café Schöntag und Fischerrosl, vor allem aber neben der Wallfahrtskirche St. Maria, wirkt sie deplatziert. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Ortschaft, eine echte Verschandelung ohne jegliche Rücksicht“, hat sich Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler) kurz nach dem Bau empört. Er meldete den Fall deshalb der Unteren Bauaufsichtsbehörde am Landratsamt.

Die hat nun reagiert und den Grundstückseigentümer, der wohl nicht selber in dem Haus hinter dieser Mauer lebt, aufgefordert, die Einfriedung zu beseitigen. Nicht nur, weil sie hässlich ist, sondern noch dazu ein Schwarzbau. Zum einen widerspricht sie der Einfriedungssatzung der Gemeinde – Zäune und ähnliches dürfen nicht höher als zwei Meter sein –, zum anderen lassen sich die erforderlichen Abstände zu den Nachbarn durch sie nicht einhalten. Durch die Höhe von 2,18 Meter werde die Mauer „abstandsflächenpflichtig“, heißt es in der Begründung der Bauaufsicht, die unserer Zeitung vorliegt. Abstandsflächen sollen grundsätzlich Freiraum zwischen Gebäuden schaffen, um Belichtung, Belüftung und Besonnung für alle Beteiligten zu gewährleisten. Auch in einem weiteren Punkt entspricht das Bauwerk nicht den Statuten der Gemeinde. Diese erlauben als Einfriedung entlang öffentlicher Straßen und Wege nur Holzzäune und Hecken außer Thujen und Scheinzypressen.

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Schließlich kommt auch die Bauaufsicht zu dem Schluss, dass „der Blick auf die denkmalgeschützte Kirche durch die Mauer erheblich beeinträchtigt wird“. Der Erbauer wird aufgefordert, den Schwarzbau bis spätestens 1. April freiwillig zu beseitigen. Ansonsten wird die Mauer kostenpflichtig, mit einem Bußgeld verbunden, entfernt. Tanja Lühr

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