Einweihung des neuen Gerätehaus der Münsinger Feuerwehr mit Pfarrer Anton Wammetsberger
+
Himmlischer Beistand: Pfarrer Anton Wammetsberger segnete das neue Gerätehaus der Münsinger Feuerwehr.

„Es ist jetzt alles sauber beinand“

Festakt für das neue Feuerwehr-Gerätehaus am Labbach

Die Stützpunktfeuerwehr Münsing wird oft und intensiv gefordert - etwa bei Unfällen auf der Autobahn. Da gehört ein topmodernes Gerätehaus einfach dazu.

Münsing – Ende August musste die Münsinger Stützpunktfeuerwehr an einem Tag dreimal zu Unfällen auf der A95 ausrücken, die sich wegen starken Regens ereignet hatten. Um derart auf Zack zu sein, bedarf es nicht nur engagierter und gut ausgebildeter Freiwilliger, sondern auch der entsprechenden Ausrüstung. Das weiß die Gemeinde. Rund 334 000 Euro hat sie deshalb in den Anbau und die Renovierung des Feuerwehrgerätehauses samt modernster Schlauchpflegeanlage investiert.

Am Sonntag wurde die Erweiterung des Hauses am Labbach mit einem Gottesdienst im Freien und anschließendem Frühschoppen gefeiert. Für die Gäste gab es Weißwürscht’ und Brezn, die Musikkapelle Münsing spielte dazu. Der zunächst geplante Tag der Offenen Tür musste aufgrund der gestiegenen Inzidenz im Landkreis doch wieder gestrichen werden.

Dank des Anbaus hat jetzt alles seinen Platz. Die Umkleiden wurden durch eine Trockenbauwand räumlich von der Fahrzeughalle getrennt. Auf einem großen Bildschirm über den offenen Spinden flimmern alle aktuellen Daten wie die Unwetterlage, die Anzahl der einsatzbereiten Mitglieder und die jüngsten Einsätze. Im Anbau Richtung Westen sind die Gerätschaften wie Schläuche, Leuchten, Pumpen und Lüfter ordentlich untergebracht. Dort, zur Wiese hinaus, ist auch eine kleine Terrasse zum Grillen und Beisammensitzen entstanden.

Das 70 000 Euro teure Prüf- und Reinigungsgerät für die Feuerlöschschläuche, eine Art Mercedes unter diesen Geräten, steht im Keller. Mussten früher sechs bis sieben Personen die Schläuche reinigen, so reichen heute dank der modernen Technik ein bis zwei, die sie in die Maschine legen und sauber wieder herausnehmen – eine große Zeit- und Kraftersparnis. Im Obergeschoss mit den Schulungs- und Aufenthaltsräumen hat sich nichts geändert. Nur die alte Betontreppe dorthin wurde neu gefliest, was den Eingangsbereich viel freundlicher macht.

Lesen Sie auch: Darum setzt die Feuerwehr das Martinshorn sparsam ein

So wie die Hilfe im Notfall nur gemeinsam funktioniere, sei auch das neue Gerätehaus ein Gemeinschaftswerk, sagte Pfarrer Anton Wammetsberger bei der Einweihungsfeier. Denn die Münsinger Feuerwehrmänner und -frauen haben seit Baubeginn im Herbst 2019 unzählige Stunden an Eigenleistung in den Anbau nach den Plänen des Münsinger Architekten Michael Bruckmeir gesteckt. Nachdem der Rohbau im Januar 2020 stand, legten sie los: Den Trockenbau, die Bereiche Elektrik, Lüftung und Sanitär sowie das Malern übernahmen sie mit Unterstützung örtlicher Handwerksbetriebe selber. „Respekt und Hochachtung“ zollte Bürgermeister Michael Grasl den Ehrenamtlichen für diese Leistung, erbracht am Feierabend und an den Wochenenden. Für manchen Feuerwehrler sei das Haus zu einer zweiten Heimat geworden, sagte er. „Es ist jetzt alles sauber beinand.“

Der Erste Kommandant Peter Müller dankte den Kameraden. Kreisbrandrat Erich Zengerle schloss sich dem allgemeinen Lob an. Die Feuerwehren hätten heutzutage eine Fülle an Aufgaben zu bewältigen. Jeder Cent in neue Gerätehäuser, Fahrzeuge und Schutzausrüstung sei da sinnvoll angelegt. Tanja Lühr

Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Wolfratshausen-Geretsried-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare