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Feuerwehr Ammerland bekommt ein neues Feuerwehrhaus

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Ein erster Entwurf: So könnte das neue Feuerwehrhaus in Ammerland aussehen.
Ein erster Entwurf: So könnte das neue Feuerwehrhaus in Ammerland aussehen. © Gemeinde

Die Gemeinde Münsing will den Neubau für die Freiwillige Feuerwehr in Ammerland 2023 in Angriff nehmen. Die Ehrenamtlichen mussten lange darauf warten.

Münsing – Lange musste die Freiwillige Feuerwehr Ammerland warten. 2023 – genau zum 150-jährigen Jubiläum – soll nun endlich ein neues Haus am Kapellenweg gebaut werden. Architekt Michael Bruckmeir stellte einen ersten Entwurf dafür am Dienstag im Bauausschuss des Münsinger Gemeinderats vor.

Das Grundstück hat die Ammerlander Feuerwehr von ihrem Mitglied Reiner Sailer bekommen. Doch jahrelang hieß es, erst müsse der Hochwasserschutz für Ammerland fertig sein, dann könne gebaut werden. Dank eines Bebauungsplans, den die Gemeinde 2020 aufstellte, darf die Wehr jetzt ohne Hochwasserschutz loslegen.

Schützen bekommen Schießanlage im Feuerwehrhaus in Ammerland

In dem länglichen, 30 Meter langen und neun Meter breiten Gebäude sollen auch eine Schießanlage mit sechs Schießständen für die Schützen und eine 70-Quadratmeter Wohnung eingerichtet werden. Der Münsinger Bruckmeir, der für die Gemeinde bereits das Vereinsheim in Degerndorf geplant hat, erläuterte die Details.

Im Erdgeschoss sollen die Garagen für die Fahrzeuge – das Löschfahrzeug und der Pkw der Sanitätergruppe „Helfer vor Ort“ –, die sonstigen Geräte, die Umkleiden, der Schulungsbereich mit kleiner Küche und die sanitären Anlagen untergebracht werden. In einem großzügigen Foyer könnten die historische Motorspritze und Pumpe ausgestellt werden.

Gerätewart könnte im Feuerwehrhaus in Ammerland wohnen

Ins Obergeschoss, erreichbar über Treppe und Aufzug, kommen das Büro der Feuerwehr, die Schießanlage und die Wohnung. Letztere soll über eine Außentreppe erschlossen werden, damit die Mieter nicht jedes Mal durch die Vereinsräume laufen müssen. Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler) erklärte, die Gemeinde brauche dringend eigene Wohnungen: „Wir wollen ja Leute, die sich mit den Vereinen identifizieren. Im Feuerwehrhaus könnte zum Beispiel der Gerätewart wohnen.“ Das Gebäude soll in Massivbauweise gefertigt werden. Holz sei wegen der Hochwassergefahr weniger gut geeignet, erklärte der Technische Leiter im Bauamt, Josef Limm. Geheizt wird nachhaltig mit einer Erdwärmepumpe. Die Kosten für das Gesamtprojekt liegen bei rund 2,3 Millionen Euro.

Ernst Grünwald (Wählergruppe Ammerland) betonte, dass das Feuerwehr- und Schützenhaus eine einmalige Chance für Ammerland sei, damit dort das gesellige Leben und die Kultur erhalten blieben. Feuerwehr-Kommandant Markus Geigel, der die Sitzung als Zuhörer verfolgte, sagte danach, er freue sich wahnsinnig, dass die Zeiten im beengten, alten Haus an der Hauptstraße bald vorbei seien. Bürgermeister Grasl sprach von einer „Riesenherausforderung“, neben dem Bürgerhaus und später einem Haus für Kinder noch ein weiteres Vorhaben in Ammerland in Angriff zu nehmen.

Tanja Lühr

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