Mobilfunkmast vor blauem Himmel
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Um den richtigen Standort für Mobilfunkmasten gibt es in vielen Gemeinden Diskussionen - so auch in Münsing.

Pfaffenkam statt Attenkam

Gemeinderat legt neuen Mobilfunkstandort fest - Jetzt sind Landratsamt und Telekom am Zug

Der neue Mobilfunkmast soll nach dem Willen des Gemeinderats jetzt nördlich von Pfaffenkam seinen Platz finden. Gegen den Standort Attenkam hatte es Proteste gegeben.

Münsing – Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Dienstag auf einen Alternativ-Standort für einen Mobilfunkmasten bei Holzhausen geeinigt. Nachdem es gegen einen von der Telekom geplanten Sendemast nahe Attenkam breiten Protest von den Bürgern gegeben hatte, war die Gemeinde wie berichtet mithilfe eines Fachbüros auf die Suche nach einem anderen Platz gegangen.

Die neue Konzentrationsfläche liegt nun nördlich von Pfaffenkam und ist 1,96 Hektar groß. Obwohl es im Rahmen der zweiten öffentlichen Auslegung der Pläne einige Einwendungen von Anwohnern gab – unter anderem befinden sich Ferienwohnungen in der Nähe – segnete der Gemeinderat den Standort einstimmig ab. Der Vorschlag geht nun an das Landratsamt. Einverstanden sein muss auch die Telekom als Betreiberin.

„Es wird keinen Standort geben, der allen herzlich willkommen ist. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler). Die Suche nach einem geeigneten Grundstück sei ein „riesen Stück Arbeit“ für die Rathausverwaltung gewesen.

Der Umgriff für die Konzentrationsfläche wurde ein Stück nach Norden erweitert und somit leicht vergrößert. Ganz nach Norden, wo ein Privateigentümer eine Fläche angeboten hatte, wollte die Gemeinde nicht rücken. Eigentumsverhältnisse sowie die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer könnten sich kurzfristig ändern, gab Bauamtsleiter Stephan Lanzinger zu bedenken. Davon wolle man nicht abhängig sein.

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Ebenfalls kritisch stand der Gemeinderat einem von Bürgern vorgeschlagenen Standort nordöstlich der Staatsstraße nach Holzhausen gegenüber. Ein Mobilfunkmast an dieser Stelle würde den schönen Blick von Münsing kommend auf die Holzhauser Kirche und das Dorf beeinträchtigen.

Dass die Konzentrationsfläche teils im Wasserschutzgebiet Seeheim liegt, sieht das Wasserwirtschaftsamt Weilheim in seiner Stellungnahme nicht als Problem. Die Maßnahme müsse nur im Einklang mit der Schutzgebietsverordnung erfolgen. Es sei Sache des Unternehmers zu prüfen, ob eine Ausnahmegenehmigung beim Landratsamt zu beantragen sei, erklärte Lanzinger. Tanja Lühr

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