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Enger wird es demnächst südlich der Ammerlander Hauptstraße. Das sorgt für Diskussionen. 

Pläne im Ortskern von Ammerland

Gewerbetreibende fürchten Nachteile durch Wohnbebauung

Ein Gerätehaus sowie zwei Einfamilienhäuser sollen in der Nähe des Gasthauses Gerer entstehen. Das sorgt für Diskussionen. 

Münsing – Der Bebauungsplan für den südlichen Teil der Ammerlander Hauptstraße im Bereich des Gasthofs Gerer bereitet den Wirtsleuten und der gegenüber liegenden Bäckerei Graf Sorgen. Mit dem Plan südlich der Straße will die Gemeinde Münsing vor allem der Freiwilligen Feuerwehr Ammerland ermöglichen, ein neues Gerätehaus zu bauen. Gleichzeitig können zwei Grundstückseigentümer zwei Einfamilienhäuser errichten.

Die Einwände werden bei der Planung berücksichtigt

Doch durch den Bau der Wohnhäuser befürchten der Wirt und der Bäcker Konflikte. Beide haben Lieferverkehr, der mitunter Lärm verursacht, teilweise schon am frühen Morgen. Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler) versicherte in der jüngsten Gemeinderatssitzung, die Gemeinde wolle Wohnen und Gewerbe ohne Spannungen in diesem Bereich unterbringen. Die Einwendungen der Gewerbetreibenden, die diese im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans geäußert hatten, würden bei der weiteren Planung berücksichtigt.

Die Bäckerei Graf etwa regt an, die Baugrenzen für ein Einfamilienhaus zu verschieben, denn die Bäckerei mit Laden soll erweitert werden. Auch Gabi Gerer und Günter Stroka-Gerer haben Pläne. Sie beabsichtigen, eine Hackschnitzel-Heizanlage östlich des Parkplatzes, nahe dem neuen Wohnhaus, zu bauen. Außerdem würde die Zufahrt zum Gasthaus von der Ammerlander Hauptstraße durch das Haus wegfallen und einige Bäume müssten gefällt werden.

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Bauamtsleiter Stephan Lanzinger erklärte dazu, der Immissionsschutz sei aus Sicht der Verwaltung bei der Hackschnitzelzentrale gewährleistet. Aus städteplanerischer Sicht hält er es nicht für sinnvoll, das Einfamilienhaus nach Osten zu verschieben. Denn dort soll eine Wiese als Ortsabrundung erhalten bleiben.

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Die Freiwillige Feuerwehr Ammerland soll wie berichtet dank des Bebauungsplans am Kapellenweg ein neues Gerätehaus errichten dürfen, auch ohne dass der Hochwasserschutz für Ammerland vorher fertig ist. Die Maßnahme scheitert seit Jahren an einigen Anwohnern, die Unannehmlichkeiten wegen Gitterrosten auf der Straße oder Gräben für die Hochwasserableitung befürchten. Laut Bürgermeister Michael Grasl ist man aber mit diesen Anwohnern im Gespräch, um eine Lösung zu finden.  Tanja Lühr

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