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Unter den Top Ten im Freistaat: Die Münsinger Blaskapelle holte sich beim Landesfinale des Bayerischen Blasmusikverbands in Ingolstadt am Sonntag Platz sechs. Die Tölzer Stadtkapelle erreichte Platz drei. 

Landesfinale des Bayerischen Blasmusikverbands

„Kein Grund, um Trübsal zu blasen“: Münsinger Musikkapelle landet auf Platz 6

Bayerns bestes Blasorchester: Dieser begehrte Titel ist am Sonntag in Ingolstadt vergeben worden. Die Münsinger Musikkapelle hat den begehrten Titel nicht bekommen – ist aber trotzdem zufrieden.

Ingolstadt/Münsing – Bayerns bestes Blasorchester: Dieser begehrte Titel ist am Sonntag in Ingolstadt vergeben worden. Für das vom Bayerischen Blasmusikverband ausgerichtete Landesfinale hatten sich wie berichtet gleich zwei Orchester aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen qualifiziert: Die Stadtkapelle Bad Tölz und die Musikkapelle Münsing (MKM). Um kurz nach 17 Uhr verkündete die Jury ihr Urteil: Sieger ist die Musikkapelle Markt Erkheim (Schwaben), die Tölzer belegen Rang drei, die Münsinger holten sich Platz sechs. Unterm Strich gingen zehn Kapellen an den Start.

Die rund 40-köpfige Münsinger Blaskapelle mit ihrem Dirigenten Michael Kavelar war am Sonntag um 10 Uhr auf die Bühne des Großen Haus des Stadttheaters Ingolstadt gerufen worden. Zwei Stücke mussten intoniert werden. Das eine, die Komposition „Southwest Summer“ des Amerikaners Robert W. Smith, war vom Veranstalter vorgegeben. Ein Werk, das die MKM zuvor noch nie gespielt – aber seit März, als das Pflichtstück bekannt gegeben worden war, intensiv geprobt hatte. Für die Kür hatte die MKM sich für die „Appalachian Overture“ von James Barnes entschieden. Dieses kraftvolle Stück hatte die Münsinger Blaskapelle bereits mit großem Erfolg bei ihren Weihnachtskonzerten aufgeführt.

„Wer‘s im Wettbewerb bis hier nach Ingolstadt geschafft hat, der kann schon etwas“

Gut zwei Stunden nach dem Auftritt am Sonntagmorgen wollte sich der Vorsitzende der Blaskapelle, Michael Huber, mit Blick auf eine mögliche Endplatzierung nicht festlegen. Auch seinem Bauchgefühl wolle er nicht vertrauen, sagte Huber in einem Telefongespräch mit unserer Zeitung: „Mei, hier sind die zehn besten Blaskapellen aus dem Freistaat am Start. Wer’s im Wettbewerb bis hier nach Ingolstadt geschafft hat, der kann schon etwas.“

Insgeheim hatte sich Huber einen Platz auf dem Stockerl erhofft. „Wir waren noch nie so weit bei einem Wettbewerb und noch nie so gut wie jetzt“, sagte er vor wenigen Tagen in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Im April 2016 hatte sich das Orchester aus der Seegemeinde beim konzertanten Wertungsspiel in Obermeitingen (Landkreis Landsberg) für den Oberstufenwettbewerb in Fürstenfeldbruck im November vergangenen Jahres qualifiziert – und bei diesem den zweiten Platz belegt. Aufgrund dieser Platzierung durften die Münsinger zum Landesentscheid nach Ingolstadt fahren. Das schafften neben der MKM und der Tölzer Stadtkapelle noch der Musikverein Dasing, die Stadtkapelle Erding, die Musikvereinigung Thannhausen, der Musikverein Ebrachtaler Musikanten, das Symphonische Blasorchester Pettstadt, der Musikverein Gerlenhofen, die Musikkapelle Markt Erkheim und das Symphonisches Blasorchester der Musikkapelle Lengfurt. Der Wettbewerb findet nur alle vier Jahre statt.

„Zwei Blaskapellen aus unserem Landkreis unter den besten zehn in Bayern: Darauf können wir sehr stolz sein“, stellte Huber, der den Tölzern zu Platz drei „ganz herzlich gratuliert“, am Sonntagabend fest. Auf der Heimreise nach Münsing gebe es im Bus „keinen Grund, Trübsal zu blasen“, betonte der MKM-Chef. „Auch wenn wir uns etwas mehr ausgerechnet hatten, sind wir mit Platz sechs sehr zufrieden“, zog Huber einen positiven Schlussstrich unter das Landesfinale. „Ich war mit unseren Beiträgen zufrieden“, bilanzierte der Dirigent der Tölzer Stadtkapelle, Josef Kronwitter. „Daheim werden wir wir unseren Erfolg bestimmt noch in einem Gasthaus feiern“, kündigte der Vorsitzende der MKM an. cce

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