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Münsing: Kindergarten-Plätze werden teurer - teils um 38 Prozent

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Eine Szene aus einer Kita
Im Kindergarten in Münsing werden die Gebühren erhöht - teilweise um fast 40 Prozent. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Der Kindergartenplatz in Münsing wird künftig teurer. Eltern zahlen teilweise über ein Drittel mehr als bisher. Einige Gemeinderäte fanden das zu massiv.

Münsing – Die Gebühren im Heinrich-Obermaier-Kindergarten der Gemeinde Münsing in Degerndorf steigen zum 1. Januar 2022. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag von Kämmerer Hubert Kühn in der jüngsten Sitzung mehrheitlich zu.

Münsing: Kindergarten-Plätze werden teurer - teils um 38 Prozent

Die Benutzungsgebühren seien seit September 2016 nicht angehoben worden, sagte Kühn. Doch nun erforderten die Umstände eine Anpassung. Seit April 2019 wird sämtlichen Kindergartenkindern die staatliche Gebührenermäßigung in Höhe von 100 Euro monatlich gewährt. Für die Gemeinde habe das im Jahr 2020 ein Defizit von 310 000 Euro bedeutet. Eine Kostendeckung, so Kühn, würde zu den jetzigen Gebühren durchschnittlich noch zusätzlich 400 Euro je Kind und Monat bedeuten. Eine vollständige Kostendeckung sei aus sozialen Gründen so gut wie ausgeschlossen.

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Dennoch sollte seiner Ansicht nach von Zeit zu Zeit eine „maßvolle und sozial verträgliche Anpassung erfolgen, auch um die Wertschätzung für das Personal zum Ausdruck zu bringen“. Diese maßvolle Anpassung bedeutet 18 bis 38 Prozent im Vergleich zu den bisherigen Preisen. Die längeren Buchungszeiten würden prozentual einer geringeren Erhöhung unterliegen, erklärte Kühn.

„Sozial verträgliche“ Erhöhung um 40 Prozent? Das findet eine Grünen-Politikerin zu heftig

Aktuell zahlen Eltern für eine Betreuung von drei bis vier Stunden 95 Euro, für sechs bis sieben Stunden werden 140 Euro fällig. Die Erhöhung sei mit der Kindergartenleitung und dem Elternbeirat besprochen worden, so Kühn. Ebenso sei Pfarrer Kirchbichler informiert worden, da sich der kirchliche Kindergarten St. Georg in der Regel bei den Gebühren angleiche.

Die Grünen-Gemeinderätin Christine Mair erklärte, 38 Prozent höhere Gebühren seien für ihre Begriffe „nicht moderat“. Tobias Eckart (Freie Wähler) würde sich eher eine jährliche, geringfügige Anpassung wünschen. CSU-Rat Helge Strauß dagegen meinte, Qualität habe ihren Preis.  TANJA LÜHR

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