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Da ist das Ding: Der Bayern-Pass, den der Münsinger Hans-Peter Huber konzipiert hat, soll irgendwann einmal alle Ausweise und Dokumente ersetzen.

Erfindung

Mit Flatrate durch den geliebten Freistaat: Holzhauser erfindet Bayernpass

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Hans-Peter Huber hat den Bayern-Pass erfunden – damit hat er Großes vor. Geht es nach dem Holzhauser, soll die Karte irgendwann einmal alle Ausweise und Dokumente ersetzen.

Münsing – Hans Peter Huber (29) liebt sein Bayern. Wenn er mit seiner Band „Tromposaund“ auf der Bühne steht, nennt er sich gerne auch „Hansi von Bayern“, die Genehmigung für das royale Wortspiel hat er sich eigens vom Haus Wittelsbach eingeholt. Gleichzeitig kennt er sich als studierter Wirtschaftsingenieur mit moderner und modernster Technik bestens aus. So hat er dabei mitgeholfen, für das Münchner Start-up-Unternehmen „Ryd“ einen Auto-Assistenten zu entwickeln. Beides, die Liebe zu Bayern und die Expertise in der digitalen Welt, ist ihm bei seinem neuesten Projekt zugute gekommen, dem Bayernpass. „Das kann etwas Großes werden“, sagt er.

Vorbild war die „Munich City Card“

Vorbild ist die „Munich City Card“, die speziell Touristen für eine gewisse Summe die Nutzung des Münchner Verkehrsnetzes sowie den Besuch der städtischen Museen ermöglicht. „Was die Münchner können, kann der Hansi von Bayern schon lange“, sagt der Holzhauser lächelnd. Und so hat er sich in seinem Büro am Wittelsbacher Platz in München den „BayernPass“ ausgedacht.

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Die Karte soll es in drei Versionen geben. Da wäre zunächst der Bayern-Pass „Basis“ als Aufkleber für acht Euro. „Das ist mehr ein Gag“, gibt er zu. Ernst wird es schon beim Produkt „Premium“ zum Preis von 888 Euro, mit Jahresflatrate für den kompletten Nahverkehr in ganz Bayern, Eintritt in alle bayerischen Museen (etwa die Schlösser von Ludwig II.), Tierparks und Freizeitanlagen sowie als Online-Buchungsplattform für die Wiesn und anderes mehr. Exklusiv – etwa mit Eintritt in sämtliche Golf- und Segelclubs innerhalb des Weißwurschtäquators – ist dann schon der Bayern Pass „Royal“ zum Preis von 8888 Euro. Bei „Premium“ und „Royal“ tragen die Inhaber eine Krone – die bayerische natürlich.

Die Karte soll es in drei Versionen geben

Das Projekt ist als Kick-Start konzipiert. „Es läuft so, dass man erst schaut, ob es Bedarf gibt, und dann geht es an die Umsetzung“, erzählt Huber. Erst die Vision, dann die Realität quasi. Wer den Bayern-Pass verwirklichen will, kann sich gerne unter der Adresse www.pass.bayern. als potenzieller Interessent registrieren lassen. Probleme bei der Umsetzung sieht der Macher aus Münsing keine. „Die Verhandlungen sind teilweise schon fortgeschritten, wir sind auch an regionalen Partnerschaften interessiert.“ Erste Kunden – der erste in Eurasburg – wurden bereits akquiriert.

Projekt ist als Kick-Start konzipiert

Allerdings denkt der bekennende Bayern-Fan schon weiter. Wenn es nach ihm geht, soll der neue Pass made in Münsing dermaleinst alle Ausweise, die man im Alltag so mit sich herumschleppt, ersetzen. Schon jetzt ist geplant, dass der Bayern-Pass die Kreditkarte überflüssig macht – dank der allerneuesten Block-Chain-Technologie. Doch das muss nicht das Ende des Machbaren bedeuten: Personalausweis, Führerschein, Krankenkassen-Karte: All das soll integrierbar sein. „Technisch ist das leicht zu machen“, sagt er. Sogar eine Ausweitung auf andere Länder ist für ihn durchaus denkbar.

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Genau darüber hat sich Huber kürzlich mit dem Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan (CSU) unterhalten, natürlich im Bierzelt, wo bekanntlich kreative Debatten geführt werden. Radwan stand der Vision skeptisch gegenüber: Der Staat werde seine hoheitlichen Rechte nicht so einfach abgeben. Huber findet: Es ist einen Versuch wert. 

vu

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