Eine Aufnahme von der Verkehrssituation beim Altwirt in Münsing
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Schon Loriot frotzelte über die Ampelanlage beim Altwirt: „Egal, von welcher Seite man sich ihr nähert, sie ist immer Rot.“ Nun soll die Kreuzungssituation verbessert werden.

Staatliches Bauamt und Gemeinde arbeiten zusammen

Altwirt-Kreuzung wird saniert - selbst Loriot spottete über die Situation

Die Situation an der Ampel ist verzwickt. Nun gibt es die Chance, die Situation am Altwirt in Münsing deutlich zu verbessern. Schulkinder sollen profitieren.

Münsing - Überraschend bekommt die Gemeinde die Möglichkeit, die Situation an der Hauptkreuzung im Dorf zu verbessern. „Die Gelegenheit sollten wir beim Schopf packen“, findet Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler). Der Bauausschuss schloss sich dieser Meinung am Dienstag an.

Straßenerneuerung und eine neue Ampelanlage sollen Situation entschärfen

Das Staatliche Straßenbauamt in Weilheim bietet der Gemeinde Münsing an, die Kreuzung Hauptstraße/Weipertshauser Straße und Am Kirchberg/Holzhauser Straße endlich in Angriff zu nehmen. Die Zeit sei günstig, heißt es. Zum einen muss der Gehweg nahe der Kreuzung vor dem geplanten Bürgerhaus ohnehin neu gemacht werden. Zum anderen will das Staatliche Bauamt die Staatsstraße Richtung Holzhausen heuer und nächstes Jahr sanieren. Straßen und eine neue Ampelanlage wären der Part Weilheims, die Gemeinde müsste die Gehwege finanzieren.

Die Firma Traudisch, die unter anderem die Roma-Kreuzung in Wolfratshausen geplant hat, hat einen Entwurf für den Münsinger Knotenpunkt erstellt. Vorgesehen ist, den Gehweg vor dem künftigen Bürgerzentrum etwas nach Süden zu verlegen und zu verbreitern. Das würde bedeuten, dass die Weipertshauser Straße in diesem Bereich auf rund vier Meter verschmälert werden müsste. Sie könnte nur in eine Richtung befahren werden. Auf den Verkehr hätte das laut Ingenieur Peter Hacker, der die Gemeinde berät, keine Auswirkungen. Die Gemeinde würde auch gleich die drei Bürgersteige an der Ecke beim Altwirt (falls der Grundstückseigentümer zustimmt), gegenüber und unterhalb der Kirche optimieren, was rund 50 000 Euro mehr kosten würde. Insgesamt läge man dann bei rund 200 000 Euro, das Staatliche Bauamt würde davon 57 000 Euro übernehmen.

Flüsterasphalt für die Anwohner, breitere Gehwege für die Schulkinder

Die Gemeinderäte sprachen sich im Bauausschuss am Dienstag einstimmig dafür aus, alle vier Gehwege zu erneuern. „Da machen wir was Sinnvolles für unsere Schulkinder“, sagte Georg Sebald (Ammerlander Liste). Regina Reitenhardt (Wählergruppe Münsing) ergänzte, die breiteren Fußgängerbereiche seien zudem behindertengerecht. Auch Christine Mair (Grüne) und Thomas Schurz (CSU) wollen zum Wohl und zur Sicherheit der Fußgänger gerne mehr investieren. Schurz regte zudem an, die Kreuzung bei der Gelegenheit mit Flüsterasphalt zu teeren – was geplant ist.

Egal von welcher Seite man sich ihr nähert, sie ist immer Rot“

Vicco von Bülow, alias Loriot über die Altwirt-Ampel

Über die 1990 gebaute Ampel an der Kreuzung spottete schon einst der Wahl-Ammerlander und Ehrenbürger Münsings, Vicco von Bülow alias Loriot: „Egal, von welcher Seite man sich ihr nähert, sie ist immer Rot.“ Das soll sich durch eine intelligente Schaltung ändern. Wahrscheinlich wird die Lichtanlage im Gegensatz zu jetzt Tag und Nacht in Betrieb sein. Auch soll bei der Ampel und den Gehwegen an Menschen mit Sehbehinderung gedacht werden. Am Verbindungsweg zwischen altem und neuem Pfarrhof will die Gemeinde vorerst festhalten, auch wenn er nach der Kreuzungsumgestaltung später nicht mehr nötig sein wird. tal

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Im vergangenen Jahr wurde ein Unfallschwerpunkt beseitigt - drei Wochen dauerte die Vollsperrung zwischen Egling und Wolfratshausen

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