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Alles bleibt so, wie es ist: Die für den öffentlichen Verkehr gesperrte Seestraße zwischen Ammerland und Ambach bleibt eine Kreisstraße. 

Gemeinderat entscheidet

Die Seestraße zwischen Ammerland und Ambach bleibt Kreisstraße

Die Seestraße zwischen Ammerland und Ambach (TÖL 2) bleibt – vorerst – eine Kreisstraße. Der Münsinger Gemeinderat sprach sich am Dienstag deutlich mit 12:4 Stimmen gegen die vom Landkreis angeratene Herabstufung zu einer Gemeindestraße aus.

Münsing – Die Seestraße zwischen Ammerland und Ambach (TÖL 2) bleibt – vorerst – eine Kreisstraße. Der Münsinger Gemeinderat sprach sich am Dienstag deutlich mit 12:4 Stimmen gegen die vom Landkreis angeratene Herabstufung zu einer Gemeindestraße aus.

„Damit ist das Thema für mich erst einmal vom Tisch“, sagte Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler) enttäuscht nach der Sitzung. Seit mehr als zehn Jahren habe er sich für eine Klärung und Annäherung mit dem Landkreis eingesetzt. Einige Anwohner hätten auch immer wieder auf eine entsprechende Änderung gedrängt. Jetzt, da alles vorbereitet und vom Landkreis in die Wege geleitet sei, wolle der Gemeinderat nicht.

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Die Umwidmung der Seestraße mit den Abschnitten Nördliche Seestraße, Südliche Seestraße, Seeleitn und Seeuferstraße zur Gemeindestraße beschäftigt die Gemeinde Münsing und das Landratsamt seit Jahrzehnten. Dem Gesetz nach ist die für den öffentlichen Verkehr gesperrte, schmale Straße entlang des Starnberger Sees eigentlich keine Kreisstraße mehr. Ihr fehle die Anbindung an eine Staats- oder Bundesstraße und somit die überörtliche Bedeutung, argumentiert das Landratsamt. Die Nachbargemeinde Berg hat die Umwidmung ihrer Seestraße bereits vor Jahren vollzogen.

In dem bereits aufgesetzten Übernahmevertrag zwischen Münsing und dem Landkreis wäre es nur um den 5,4 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Beginn der Südlichen Seestraße in Ammerland und der Einmündung der Seeuferstraße in die Staatsstraße 2065 in Ambach gegangen. Dieses Teilstück ist überwiegend in gutem Zustand. Der nördliche Teil hätte nach einer Sanierung eventuell später übernommen werden können. Der Kreis hätte der Gemeinde 10 000 Euro für die Instandhaltung der drei Brücken – über eine Flutmulde am Kapellenweg, über den Salchstattgraben und den Kugelmühlbach – sowie der Natursteinmauer in Ammerland gezahlt. Außerdem hätte er sich verpflichtet, dauerhaft die Kosten für den Ankauf der Privatgrundstücke zu übernehmen, die derzeit durch die öffentlich gewidmete Straße überbaut sind.

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„Eine gesperrte Kreisstraße, die keine mehr ist, erscheint mir unlogisch“, plädierte Bürgermeister Michael Grasl für die Abstufung zur Gemeindestraße. Schützenhilfe erhielt er lediglich von drei Gemeinderäten. Christine Mair (Wählergruppe Münsing) schlug vor, über mehr als die vorgeschlagenen 10 000 Euro Entschädigung für die Brückenbauwerke mit dem Kreis zu verhandeln. Ursula Scriba (Bürgerliste) nannte die TÖL 2 mit ihrem Sonderstatus als Anliegerstraße und Ausflugsziel für Radler und Wanderer ein „Straßen-Denkmal“. Wäre sie im Eigentum der Gemeinde, könnte diese sie „so verwalten, wie sie es will“. In Berg laufe das sehr gut. Zweiter Bürgermeister Josef Strobl (Wählergruppe Münsing) warnte vor einer „Zwangsabstufung“, die laut Grasl jedoch nicht wahrscheinlich ist.

Die Mehrheit der Räte sah keine Notwendigkeit darin, sich eine weitere Straße samt Unterhalt, Winterdienst und regelmäßiger Baumbeschau „freiwillig ans Bein zu binden“ (Dritter Bürgermeister Ernst Grünwald, Wählergruppe Ammerland). Tobias Eckart (Freie Wähler) meinte, der Landkreis wolle seine Pflicht lediglich auf die Kommune „abwälzen“. Grasl betonte, vom Landkreis überhaupt nicht unter Druck gesetzt zu werden.

Tanja Lühr

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