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Ein Arzt behandelte Jens Stötzner umgehend mit Sauerstoff.

Begleiter reagieren geistesgegenwärtig

Dramatische Szenen im Starnberger See: Taucher wird bei Rekordversuch ohnmächtig

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Es waren dramatische Minuten, die sich am Samstag gegen 11.30 Uhr im Starnberger See an der Ammerlander Wand abspielten.

Münsing - „Ich bin okay“, muss ein Apnoetaucher (Tauchen ohne Sauerstoffflasche) sagen, der einen Rekordversuch erfolgreich absolviert hat. Dazu war der 51-jährige Regensburger Jens Stötzner jedoch nicht mehr fähig, als er ohnmächtig wieder an der Wasseroberfläche auftauchte. 

Der mehrfache Rekordhalter im Freitauchen hatte großes Glück: Sofort waren seine Begleiter da und holten ihn mit Mund-zu-Mund-Beatmung wieder ins Leben zurück – eine zusätzliche Sauerstoffbehandlung durch die Wasserwacht Wolfratshausen und anwesende Tauchärzte stabilisierte den Extremtaucher weiter. 

Missgeschick beim Abtauchen

Wieder an Land, erholte er sich in der Wasserwachtstation nahe der Seeburg zusehends. „Nach dem Blackout war mir nur noch übel, aber das ist nach so einem Vorfall eher normal“ berichtete Stötzner dem Isar-Loisach-Boten. 

Der Regensburger Stötzner ist mehrfacher Rekordhalter im Apnoetauchen.

Dass Stötzners Rekordversuch mit einer Zieltiefe von 81 Metern mit nur einem Atemzug scheiterte, lag an einem Missgeschick: „Bereits beim Abtauchen rutschte ich nach wenigen Metern auf einer Seite aus meiner Flosse. Ich habe kurz über einen Abbruch nachgedacht, brachte dann aber doch noch meinen Fuß zurück in die Halterung und ging weiter in die Tiefe.“ 

Stötzner: „Alles irgendwo mein Fehler“

So erreichte der Apnoetaucher zwar die Rekordmarke,doch statt der geplanten 2:40 Minuten für den Tauchgang wurden es knapp über drei Minuten. Letztlich zu lange, so dass er etwa fünf Meter unter der Wasseroberfläche wegen Sauerstoffmangels ohnmächtig wurde. 

„Alles irgendwo mein Fehler. Beim Freitauchen darf man einfach nicht nachdenken, gerade wenn man an die Grenze geht“, gab Stötzner zu. Dabei erklärte er, dass er die Rekordtiefe „durchaus drauf“ habe: „Ich bin im Training schon bei 86 Metern gewesen.“ 

Zur Sicherheit war der Apnoetaucher noch ins Starnberger Krankenhaus gebracht worden. Doch da sich keine Auffälligkeiten zeigten, wurde er am Sonntag entlassen.

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