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Wird bald nicht mehr bedient: die Bushaltestelle „Gasthof Neuwirt“ im Münsinger Ortskern.

Info-Abend im Münsinger Gemeindesaal

Münsing: Umgehungsstraße für mehr Lebensqualität

Nach den Kommunalwahlen im März wird der Münsinger Gemeinderat über Varianten einer Umgehungsstraße beraten - begleitet von einem Fachbüro.

Münsing – Erst wird eine Umfahrung für Münsing weiterverfolgt. Dann soll der Dorfkern aufgewertet werden. Auf diese Reihenfolge hat sich der Gemeinderat geeinigt. Das im März neu zu wählende Gremium wird nächstes Jahr zusammen mit einem Fachbüro über verschiedene Varianten einer Umgehungsstraße beraten. Das Büro wird auch die innerörtlichen Möglichkeiten wie eine Verbesserung der Geh- und Radwegsituation prüfen.

Um die Gestaltung des Ortskerns ging es am Donnerstagabend in einer Informationsveranstaltung im Gemeindesaal. Regional- und Stadtplaner Andreas Raab von der Planungsgemeinschaft Raab und Kurz skizzierte das weitere Vorgehen. Wie berichtet hatten die Bürger zuvor in einem Workshop Schwerpunkte erarbeitet. Die gute Mischung aus Wohnen, Geschäften und Handwerksbetrieben soll in Münsing erhalten bleiben. Das Verhältnis müsse stimmen, betonte Raab. Überlagere das Wohnen die anderen Bereiche zu sehr, veröde eine Stadt oder Gemeinde. Wichtig sei auch, dass nur maßvoll verdichtet werde und genügend Grün – wie es in Münsing der Fall ist – bleibe.

Das größte Problem, das im Workshop und immer wieder von Bürgern genannt wurde, sind der Verkehr auf der Hauptstraße und die schlechten Querungsmöglichkeiten für Fußgänger. Es sei das Ziel, eine Verkehrsberuhigung zu schaffen, die dem Fußgänger aber keine falsche Sicherheit suggerieren dürfe, sagte Raab. Bestehende Fußwege müssten besser vernetzt werden.

Friedhofskreuzung: Gehweg wird sicherer gemacht

Laut Bürgermeister Michael Grasl soll zum Beispiel der neue Trauerweg von der Kirche zum Friedhof am Pfarrheim in den nächsten Tagen angelegt werden. Er werde nach der Asphaltierung des Teilstücks der Straße Am Labbach beim Wohnquartier gebaut. Sicherer gemacht werden sollen auch der Gehweg von der Friedhofskreuzung Richtung Holzhausener Straße und der Weg entlang der Degerndorfer Straße. Rund um das neue Rathaus mit Bürgerhaus will die Gemeinde Aufenthaltsqualität durch Freiflächen und Fußwege erreichen. Außerdem soll für ausreichend Parkplätze gesorgt werden.

Raab gab zu, dass die Beruhigung der Hauptstraße – es handelt sich um eine Kreisstraße – nicht einfach werde. Gemeinderätin Ursula Scriba drängte auf eine „ganzheitliche Lösung“, die mit Unterstützung der Behörden erreicht werden solle. Scriba würde sich ein Tempolimit für die Hauptstraße wünschen. Der Gemeinderat und mittelbare Anwohner Thomas Schurz meinte, kleine Verbesserungen wie Verkehrsinseln würden vorerst schon helfen.

Es gibt Fördermittel des Freistaats

Für Maßnahmen, die zur Aufwertung des Dorfs und zur Verbesserung der sozialen Strukturen beitragen, gibt es Fördermittel vom Freistaat im Rahmen des Programms „Kleine Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“, an dem sich Münsing mit Eurasburg beteiligt. Auch Privatleute, die ihre Häuser im Sanierungsgebiet renovieren, können dafür Zuschüsse erhalten. Interessenten müssen ihre Pläne vorab der Gemeinde mitteilen. „Der Aufwand ist gering “, erklärte Raab. Für die Umsetzung des Projekts Dorfverschönerung rechnet er mit zehn bis 15 Jahren. Bürgermeister Grasl: „Schnell umsetzbare Details dauern nicht so lange.“ Tanja Lühr

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