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In Münsing laufen die Planungen für schnelles Internet.

Kunden sollen Telekom-Angebote genau prüfen

Münsing verfolgt mehrere Wege zum schnellen Internet

Münsing – Die Gemeinde Münsing verfolgt verschiedene Ansätze für schnelles Internet. Kunden sollen Telekom-Angebote genau prüfen.

Die Orte Münsing mit dem Gewerbegebiet Am Schlichtfeld, Weipertshausen, Holzhausen und Seeheim sind seit Dezember mit Breitband-Geschwindigkeiten von 30 bis 50 Megabit pro Sekunde ausgestattet. Wie berichtet hat die Deutsche Telekom in diesen Bereichen ein Glasfasernetz installiert. 16 Verteilerkästen wurden neu aufgestellt beziehungsweise aufgerüstet. Nur direkt zu den Häusern führen weiterhin Kupferdrähte. Die Telekom bietet nun unterschiedliche Tarife für Telefon und Internet an. „Hier muss man als Kunde genau hinschauen“, sagt der Technische Leiter im Bauamt und Breitbandspezialist, Josef Limm.

Der Ausbau habe 700 000 Euro gekostet, 80 Prozent davon übernehme der Freistaat im Rahmen seines Breitband-Förderprogramms. Um auch die übrigen Ortsteile optimal mit schnellem Internet zu versorgen, will die Gemeinde verschiedene Wege gehen. Josef Limm stellte sie in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung vor.

Im Frühjahr vergangenen Jahres war die Gemeinde eigentlich in ein weiteres Förderverfahren für Degerndorf, Ambach und St. Heinrich Süd eingestiegen. „Leider wurden wir gestoppt“, berichtete Limm. Die Firma DSL mobil, die die Ortsteile vor Jahren mit einer Funklösung ausgestattet hatte, will zur Verbesserung der Bandbreiten die Vectoring-Technik einsetzen. Mit ihr will DSL mobil ungefähr 30 Megabit pro Sekunde erreichen. Eine staatliche Förderung wäre somit ausgeschlossen. Limm zweifelt jedoch an, dass die 30 Megabit mit dem Funksignal aus Tutzing und der Verteilung über Vectoring zu schaffen sind. Zugesagt habe DSL mobil, das Ziel bis Juli 2016 zu erreichen. Wenn nicht, will die Gemeinde an einem frisch aufgelegten Förderverfahren des Bundes mit Beteiligung des Freistaats teilnehmen.

Bleiben die Ortsteile Attenkam, Bolzwang, Schechen, Weidenkam, Stroblmühle und Sonderham. Für sie empfiehlt Josef Limm das bewährte bayerische Förderpaket. 300 000 Euro habe die Gemeinde noch übrig vom ersten Förderprogramm. Es blieben nach Schätzungen des beauftragten Büros Corwese 66 000 Euro bei der Gemeinde hängen. Die Zukunft sei sicher die Lösung „Fibre to the House“ (FTTH), also Glasfaser bis ins Haus, sagte Limm. Das Büro Corwese hat jedoch ausgerechnet, dass der Ausbau in der Flächengemeinde Münsing rund zehn Millionen Euro kosten würde. „Das schaffen wir vielleicht irgendwann einmal, aber sicher nicht auf einmal“, machte Limm deutlich.

von Tanja Lühr

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