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Wildes Gewusel auf dem Tisch: Die Schauspieler (v. li.) Kilian Strobl, Anna Buchner, Kathi Hofner, Moritz Blockinger, Andreas Strobl, Stefan Schmid, Thomas Graf, Katharina Schmid und Amelie Bernlochner haben viel Spaß beim Theaterstück „Der fiedele Hausl“.

Gott sei Dank gibt es den Hausl Nikl

Viele Neuerungen beim Theater des Burschenvereins

Münsing – Viel neues gibt es bei der Theatergruppe des Katholischen Burschenvereins Münsing dieses Jahr. Zum einen wurde nicht an Ostern aufgeführt, zum anderen spielen sie nicht im Gemeindesaal.

Alles ist neu bei der Theatergruppe des Katholischen Burschenvereins Münsing. Zum ersten Mal spielt die Truppe um Regisseurin Ulrike Schwabl heuer ihr Theaterstück nicht an Ostern, sondern in den Pfingstferien. Das hängt mit der zweiten Neuerung zusammen: Weil nicht sicher war, ob der mit Asylbewerbern belegte Gemeindesaal rechtzeitig wieder frei wird, sind die Theaterer in die Tenne der Familie Mair, dem Loth-Hof, an der Lothgasse 5 ausgewichen. Der Stadl ist zwar echt urig, aber nicht beheizbar. Und das war Schwabl an Ostern zu riskant.

Die dritte Neuerung: Die acht Schauspieler und Musikant Moritz Blockinger haben sich diesmal an ein Singspiel gewagt. Es heißt „Der fidele Hausl“ und stammt aus der Feder von Franz Schaurer. Der Inhalt: Eigentlich ist die junge Wirtin Liesl Jäger (gespielt von Kathi Hofner) mit ihrem Leben als Pächterin des Gasthauses „Wetterfandl“ rundum zufrieden. Die Wirtschaft läuft gut, und als auch noch der fesche Sportlehrer Joschi Berger (Andreas Strobl) auftaucht, scheint alles perfekt zu sein. Wären da nicht einige Gäste, die der Liesl das Leben schwer machen. Zum Beispiel der angeberische Großsägewerksbesitzer Hans Porsch (Kilian Strobl) mit seiner berechnenden „Tochter“ Ilona (Anna Buchner) und die anstrengende Tante Irma (Katharina Schmid), die ihre Nichte Klara (Amelie Bernlochner) und deren Liebhaber Fritz (Stefan Schmid) bewacht wie ein Schießhund. Doch Gott sei Dank gibt es den Hausl Nikl (Thomas Graf). Der schafft es, mit viel List und Tücke, dass am Ende alles so ausgeht, wie er es will.

Seit Februar proben die jungen Leute täglich.


Seit Februar proben die jungen Leute täglich, seit April stehen sie auf der mit enormem Aufwand von Andreas Strobl, Stefan Schmid, Thomas Graf und Stefan Leinbach gestalteten Bühne. Ein richtiges Gasthaus haben die Männer gezimmert – samt Biergarten, in dem sich die turbulente Komödie hauptsächlich abspielt.

Bei den Proben wird deutlich, dass die bewährte Uli Schwabl, Perfektionistin nach eigenen Worten, wieder ein strenges Regiment führt. Wer zu spät zum Üben kommt, „zahlt a Tragerl“. Jede Betonung, jede Geste muss sitzen. Die Gruppe, die seit dem vergangenem Jahr laut ihrer Chefin „super zusammengewachsen“ ist, profitiert davon. Die klaren Anweisungen geben Sicherheit. Gut möglich, dass Souffleuse Veronika Buchner nicht viel zu tun haben wird.

Anders Moni Schmid, die wieder für die kunstvollen Frisuren und die Maske zuständig sein wird. Einige Mitglieder des sehr jungen Ensembles müssen ja auf alt getrimmt werden, zum Beispiel Tante Irma mit Dutt und faltigem Gesicht und der Hausl Nikl, der wie 65 aussehen soll. 160 Besucher haben in der Tenne der Familie Mair Platz. Sollte es kalt werden, bringt man am besten eine Decke mit.

Die Aufführungen

Gespielt wird am Freitag, 20. Mai um 20 Uhr, am Sonntag, 22. Mai, um 15 Uhr, sowie am Donnerstag, 26., und Samstag, 28. Mai, um 20 Uhr. In der ersten Pause verkauft der Burschenverein Getränke, in der zweiten gibt es auch etwas zu Essen. Karten im Vorverkauf sind beim Münsinger Getränke- und Gartenmarkt erhältlich.

von  Tanja Lühr

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