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Marschiert dem Titel entgegen: Die Münsinger Musikkapelle ist im Landesentscheid um den Titel „Bestes Blasorchester Bayerns“. Das Foto zeigt die Musikanten beim Bezirksmusikfest in Holzhausen. 

„Wir waren noch nie so gut wie jetzt“

Warum die Münsinger Musikkapelle Bayerns bestes Blasorchester werden könnte

Die Musikkapelle Münsing ist dicht davor, Bayerns bestes Blasorchester zu werden. Beim Landesentscheid in Ingolstadt will sie sich den begehrten Titel holen.

Münsing – Die Musikanten der Münsinger Musikkapelle (MKM) kämpfen heuer erstmals um den Titel des besten Blasorchesters in Bayern. Der Landesentscheid findet am Sonntag, 29. April, im Stadttheater in Ingolstadt statt.

Im April 2016 hat sich die MKM beim konzertanten Wertungsspiel in Obermeitingen für den Oberstufenwettbewerb in Fürstenfeldbruck im November 2017 qualifiziert und bei diesem den zweiten Platz belegt. Aufgrund dieser Platzierung dürfen die Münsinger nun zum Landesentscheid fahren. Dort treffen sie unter anderem auf die Stadtkapelle Bad Tölz. „Es ist etwas ganz Besonderes, dass zwei Ensembles aus dem Landkreis und aus dem Bezirk Isar-Mangfall des Musikbunds von Ober- und Niederbayern dabei sind“, sagt der Vorsitzende der MKM, Michael Huber. Die anderen Konkurrenten kommen aus Schwaben, Ost- und Nordbayern.

Jede der insgesamt zehn teilnehmenden Kapellen studiert das Werk „Southwest Summer“ von Robert W. Smith ein und darf zudem ein selbst gewähltes Stück vortragen. „Der Southwest Summer ist ganz neu. Den haben wir zuvor noch nie gespielt“, sagt Huber. Seit Ende März, als das Pflichtstück bekannt gegeben wurde, proben die 40 Musikanten deshalb intensiv. Das Werk beschreibt die amerikanische Landschaft – inklusive Wüstengeräusche und dem Geklapper einer Schlange. Gefragt sind vor allem Schlagzeuger und Percussionspieler. Xylophon und Pauke besitzt die MKM, einige ausgefallenere Instrumente will sie sich ausleihen. „Das ist schon eine Herausforderung für uns“, meint der Vorsitzende, zumal andere Kapellen teils mit 70 Leuten anreisen würden.

Die „Kür“ wird die MKM mit der „Appalachian Overture“ bestreiten. Dieses kraftvolle Stück hat die Blaskapelle bereits bei den Weihnachtskonzerten aufgeführt. Es kam damals beim Publikum sehr gut an. Auf die Frage, ob er sich Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen ausrechnet, antwortet Huber selbstbewusst: „Wir waren noch nie so weit bei einem Wettbewerb und noch nie so gut wie jetzt. Ich hoffe schon auf einen vorderen Platz.“

Tanja Lühr

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