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Witziges Format: „Rate mal, wie alt ich bin“ heißt die von Matthias Opdenhövel moderierte Show. Sissi Elleke (re.) und Marion Siegle (li.) haben mitgemacht.

Quizshow im Fernsehen

Münsinger Freundinnen bei „Rate mal, wie alt ich bin“

Münsing – Die Frage nach dem Alter ist oft heikel. Vor allem wenn die Antwort „Rate doch mal“ lautet. Nicht so bei Sissi Elleke (50) und Marion Siegle (52). Sie machten bei der ARD-Show „Rate mal, wie alt ich bin“ mit.

„Zuerst dachte ich: So eine Sendung ist doch wahnsinnig fad“, erzählt Sissi Elleke. Aber die Mutter einer Tochter wurde eines Besseren belehrt. Das Konzept des aus Frankreich stammenden Formats ist relativ einfach: Die Kandidaten müssen das Alter von sieben Personen, die sie noch nie gesehen haben, erraten. Sie starten mit einer möglichen Gewinnsumme von 100 000 Euro. Jedes Jahr, um das die Kandidaten falsch liegen, kostet Geld. Pro Runde wird dieser Anteil immer höher. Ziel ist es, das Alter so genau wie möglich zu erraten, um so wenig Geld wie nötig zu verlieren. „Das ist schon sehr spannend, weil man natürlich gewinnen möchte“, sagt Sissi Elleke. Marion Siegle bestätigt: „Wir waren beide sehr nervös, es gehört auch extrem viel Glück dazu.“

Auf das Format aufmerksam geworden sind die Münsingerinnen, die sich vor vielen Jahren bei der Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Bekannten kennen gelernt haben, zufällig. „Ich war in der Kontaktkartei, weil ich mich schon einmal für eine Sendung beworben hatte. Der Sender hat dann angefragt, ob ich Lust auf ein Casting hätte“, sagt Elleke. „Ich habe Marion gefragt, und sie sagte sofort zu.“

Nachdem sie beim Casting in Köln gepunktet hatten, wurden die Fast-Nachbarinnen zur Aufzeichnung nach Köln eingeladen. In der Zwischenzeit bereiteten sie sich fleißig vor. „In jeder Runde gibt es einen Hinweis, etwa ein besonderes Ereignis, das im Geburtsjahr der Person stattgefunden hat, oder einen Musik-Hit“, erklärt Siegle. „Deshalb haben wir versucht, sämtliche Sachen zu lernen, die seit den 40er-Jahren passiert sind, Olympia-Daten oder wie alt Thomas Gottschalk ist“, so die Mutter eines Sohnes weiter.

Augen, Haut und Hände

Je näher der Tag rückte, desto größer wurde die Aufregung. „Irgendwann dachte ich nur noch in Zahlen, das war schon recht anstrengend“, erinnert sich Siegle mit einem Schmunzeln. Elleke war froh um ihre Rate-Partnerin: „Marion und ich waren ein gutes Team, wir konnten uns aufeinander verlassen.“

Um Peinlichkeiten zu vermeiden, versuchten die Freundinnen, verschiedene Kriterien zu entwickeln. Am wichtigsten bei der Beurteilung des Alters sind die Augen und die Haut. „Nicht nur das Gesicht, sondern auch Hals und Dekolleté schauen wir uns genau an“, so Siegle. „Am meisten verraten die Hände. Gerade die Frauen sind oft stark geschminkt oder sogar gebotoxt, aber niemand lässt sich die Hände liften.“

Abgesehen davon geben Frisur, Kleidung und Auffälligkeiten wie Tattoos Hinweise auf das Alter einer Person. „Die Zähne würden noch helfen, aber die hat man leider nicht gesehen“, sagt Elleke. Außerdem lag eine Distanz von gut vier Metern zwischen den Kandidatinnen und der zu schätzenden Person.

„Teilweise war das schon fies“, findet Silke Elleke. „Aber es war ein tolles Erlebnis.“ Freundin Monika kann da nur zustimmen. Obwohl die beiden wissen, wie viel sie gewonnen haben, werden sie mit ihren Familien gespannt vorm Fernsehen sitzen. Das Ergebnis durften sie nämlich noch nicht verraten. Nicht mal ihrer Familie.

Quizshow

Wie sich Sissi Elleke und Marion Siegle beim Raten geschlagen haben, ist am Freitag, 23. Dezember, ab 18.50 Uhr in der ARD zu sehen.

Von Magdalena Höcherl

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