Organisation „Plant-for-the-Planet“

Münsinger Grundschüler: Botschafter für den Klimaschutz

Münsing – Die Kinder der vierten Klassen der Grundschule Münsing sind seit Kurzem offizielle Botschafter für Klimagerechtigkeit der Organisation „Plant-for-the-Planet“.

Die Initiative wurde 2007 von dem damals neunjährigen Schüler Felix Finkbeiner aus Pähl ins Leben gerufen. Ziel es ist, bei Kindern und Erwachsenen ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und den Klimawandel zu schaffen sowie letzteren aktiv durch Baumpflanzaktionen zu bekämpfen.

In der Gemeinderatssitzung berichteten acht Schüler zusammen mit Klassenelternsprecherin Silvia Schurz nun von dem neuen Projekt. „Stop talking, start planting“, fordern die Kinder, die sich „Moskitos“ nennen. Sie baten die Räte um Geld für den Kauf junger Bäume sowie um Grundstücke, auf denen sie die Bäumchen pflanzen dürfen. Eine ortsnahe Baumschule habe bereits zugesagt, der Grundschule zehn einheimische Laubbäume zu spenden, berichteten die Schüler.

Fast die Hälfte aller Bäume, die es einmal auf der Erde gab, habe der Mensch schon zerstört, erklärte Viertklässler Dennis. Die Kinder von „Plant-for-the-Planet“ wollen bis 2020 gemeinsam mit Unternehmen, Staaten und Organisationen weltweit 1000 Milliarden Bäume zu den bestehenden rund 3000 Milliarden pflanzen. „Platz gibt es genug“, sagen die Kinder. In Münsing könnten der Schulgarten, der Sportplatz, der Hartlweg und der Dorfplatz mehr der wertvollen Kohlendioxidspeicher vertragen, finden sie. Bäume regulierten etwa den Niederschlag, kühlten die Erde, und sie reinigten die Luft, erläuterten die Viertklässler.

Die 1000 Milliarden neuen Bäume könnten über ein Viertel des weltweiten CO2-Ausstoßes speichern. Man würde wertvolle Zeit gewinnen, um das Zwei-Grad-Ziel doch noch zu erreichen.

Räte und Bürgermeister Michael Grasl waren beeindruckt vom Engagement der Schüler. Umweltreferentin Christine Mair (Wählergruppe Münsing) schenkte ihnen einen Mini-Ginkgo, eine der ältesten Baumarten. Regina Reitenhardt (Wählergruppe Münsing) sagte im Namen des Gartenbauvereins, dessen Vorsitzende sie ist, eine Spende von 500 Euro zu. Michael Grasl meinte, die Gemeinde bestehe zwar schon zur Hälfte aus Wald, „aber jeder Baum mehr tut uns natürlich gut“. Er würde sich freuen, wenn die Schüler einen schönen Platz, der der Gemeinde gehört, aussuchen würden, um dort nicht nur einen Baum zu pflanzen, sondern ihn auch zu pflegen. Der Platz sollte deshalb nicht zu weit von der Schule entfernt sein.

tal

Rubriklistenbild: © dpa

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