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Auf den Punkt spielten die 41 Musiker der Musikkapelle Münsing die persönlichen Favoriten der vergangenen zehn Jahre von Dirigent Michael Kavelar.

Weihnachtskonzerte

Musikkapelle Münsing bietet Blasmusik vom Feinsten

Die Weihnachtskonzerte der Münsinger Musikkapelle waren ein Hochgenuss. Dirigent Michael Kavelar sorgt dort bereits seit zehn Jahren für den passenden Ton. 

Münsing – Die Musikkapelle Münsing hat Grund zum Feiern. Sie wurde heuer mehrfach ausgezeichnet: Erster Platz beim Bayerisch-Böhmischen Wettbewerb in München, „höchster ausgezeichneter Erfolg“ bei der Holzhauser Marschmusikwertung und ein „ausgezeichneter Erfolg“ beim traditionellen Wertungsspiel in Murnau.üm

Dass die Musiker sich das verdient haben, davon konnte sich das Publikum der beiden ausverkauften Weihnachtskonzerte in der Münsinger Turnhalle überzeugen. Und dort gab’s noch einen Grund zum Feiern: Seit zehn Jahren dirigiert Michael Kavelar die Weihnachtskonzerte der Münsinger Musikanten. Deshalb hatte sich der 38-Jährige erlaubt, seine Favoriten aus den vergangenen zehn Jahren ins Programm zu nehmen.

Voll war die Turnhalle bei den Weihnachtskonzerten.

Zur Aufführung kamen hoch anspruchsvolle Stücke, die facettenreich an Stil und Rhythmen waren. „A super Programm“, hätten seine Musiker gesagt, als der Dirigent sie vor die Herausforderung stellte. Kavelars persönliches Highlight: Die „Nebukadnezar Overture“ aus der Oper „Nabucco“ von Guiseppe Verdi. „Für mich die schönsten Melodien.“

41 Musiker in Tracht zogen am Mittwochabend in die voll besetzte Turnhalle ein. Aufpolierte Flügelhörner, Waldhörner, Klarinetten, Trompete, Flöten, Tuben und dazu die Schlagwerker, die für den Basisrhythmus sorgten. Kavelar hatte sie alle mit einem Lächeln im Griff. Souverän führte der Kapellmeister die Musiker durchs Programm. Exzellent spielten sie die Stopps, die permanenten Taktwechsel. Temporeich, fordernd, zurückhaltend, jedem Instrument seinen Raum gebend.

Eine Rock-Oper, die alle Register zog

Mit der „Olympic Fanfare and Theme“ ging’s sportlich los. Vom „Astronauten-Marsch“ bis zur „Sieger-Polka“. Von „New York, New York“ – bei dem Dirigent Kavelar bewies, dass er auch ein gestandener Sänger ist. Anschließend eine musikalische Zugfahrt durch „Oregon“ von Jacob de Haan. Die dampfende Lokomotive als Rhythmuselement brachte das Publikum in Fahrt. Und zum Finale gab es dann noch die berühmte millionenfach verkaufte „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Auch hier zeigte sich, mit welchem Eifer die Kapelle zwei Monate geprobt haben muss. Eine Rock-Oper, die alle Register zog. Humorig und sehr persönlich – „Des is für di, Walter“ – ging es mit kleinen Geschichten am Rande durchs Programm.

In Münsing kennt man sich gut und nimmt’s nicht bierernst. Und in Münsing hilft man auch zusammen. Der Gesangsverein bewirtete das Publikum in der Pause. „Wir sind im Dorf gut verankert“, sagte der Erste Vorstand Michael Huber. Nicht nur deswegen war das Weihnachtskonzert 2017 der Musikkapelle Münsing ein Hochgenuss. Kurz gesagt: Blasmusik vom Feinsten. Das Publikum ging begeistert nach Hause.

Andrea Weber

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