Ein Rettungswagen.
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Nach zwei Unfällen auf der A95 war der Rettungsdienst gefordert. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte vier Verletzte versorgen.

Vier Verletzte, gut 125.000 Euro Sachschaden

Nach Unfall auf A95: Ermittlungen gegen Porsche-Fahrer

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Vier Verletzte und gut 125.000 Euro Sachschaden: Das ist die Bilanz zweier Unfälle, die sich am Montag auf der Garmischer Autobahn ereignet haben. Gegen den Fahrer eines Porsche 911 wird laut Polizei ermittelt.

Bad Tölz-Wolfratshausen - Gegen 8.15 Uhr war ein Eurasburger (39) mit seinem VW Amarok samt Anhänger auf der A95 in Fahrtrichtung München unterwegs. Als er sich im zweispurigen Bereich der Anschlussstelle München-Kreuzhof auf der rechten Spur befand, „zog plötzlich vor ihm ein silbernes Fahrzeug von der linken auf die rechte Spur“, so Hauptkommissar Julius Metz. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste der Eurasburger stark. Dadurch gerieten Amarok und Anhänger ins Schlingern, auf der linken Spur kam es zu einer Berührung mit einem Opel Astra. Die Opel-Lenkerin, eine Münchnerin (45), verlor in der Folge die Kontrolle über ihren Pkw, der Astra stieß gegen die Mittelschutzleitplanke, „fuhr anschließend sogar für kurze Zeit lediglich auf den beiden linken Reifen“, so Metz, „und geriet schließlich nach rechts, wo es zur Kollision mit dem Amarok kam“.

Linke Fahrspur gut eineinhalb Stunden gesperrt

Bei dem Unfall wurde die Opel-Fahrerin erheblich verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie in eine Klinik. Der Eurasburger kam glimpflich davon, er begab sich selbstständig in ambulante Behandlung. Der Beifahrer im Amarok, ein Geretsrieder (51), blieb unverletzt. Der mutmaßliche Unfallverursacher, der Lenker des silberfarbenen Pkw, setzte seine Fahrt unbeirrt fort. Die VPI bittet unter der Telefonnummer 08 81/64 03 02 um Hinweise.

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An den am Unfall beteiligten Autos, die beide abgeschleppt werden mussten, entstand Schaden in Höhe von insgesamt gut 25 000 Euro. An der Mittelschutzplanke wurde ein Feld beschädigt; ebenso entstand leichter Schaden am Fahrbahnbelag. Die Reparatur wird zirka 1000 Euro kosten. Die Berufsfeuerwehr München war mit fünf Einsatzkräften vor Ort. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die linke Fahrspur für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden.

Im Unfallbereich gilt bei Nässe Tempolimit

Gut zwei Stunden später krachte es auf der A95 erneut. Gegen 10.30 Uhr fuhr ein Murnauer (48) mit seinem Porsche 911 in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Nachdem er im Gemeindegebiet Münsing einen Lkw überholt und sich noch auf der linken Fahrspur befunden hatte, verlor er aufgrund zu hohen Tempos auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über den Porsche. Der Sportwagen rutschte ins Heck eines auf der rechten Spur fahrenden Opel Astra, den ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Bayreuth steuerte. Während der Porsche anschließend nach rechts in die Leitplanke schleuderte und auf dem Seitenstreifen zum Stehen kam, drehte sich der Opel mehrmals um die eigene Achse, ehe er ebenfalls gegen die rechte Leitplanke prallte und zum Stillstand kam.

Beide Fahrer sowie den 47-jährigen Beifahrer im Opel musste der Rettungsdienst in ein Krankenhaus bringen. Am Porsche entstand Totalschaden (etwa 100 000 Euro), dasselbe gilt für den Opel Astra (rund 8000 Euro). Gegen den Porsche-Fahrer wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt. Im Unfallbereich gilt maximal 80 km/h bei Nässe. (cce)

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