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Und die Party geht ab: Angeblich gibt es Gäste, die seit Beginn der Holzhauser Festwoche nicht mehr zu Hause waren. 

Festwoche in Holzhausen

Das Nashville von Oberbayern

Eine Woche lang ist in Holzhausen anlässlich des Bezirksmusikfests der Blasmusik gehuldigt worden. Am Mittwoch ist im Festzelt beim „Bavaria Vista Club“ richtig die Post abgegangen.

Holzhausen– Holzhausen feiert mit Vollgas. Für ein paar Tage war der kleine Ort in der Gemeinde Münsing im Ausnahmezustand. 40 Jahre Holzhauser Musikkappelle und 145 Jahre Burschenverein sind die Gründe dafür. Auf einer Wiese am Ortsausgang stehen ein großes Festzelt, ein Kinderkarussell, eine Schieß- und eine Chipsbude. Einige feiern gar nonstop. Ein junger Mann behauptet schmunzelnd, seit Festbeginn nicht mehr heimgefahren zu sein. „Am liabsten dad i hier in der Lederhosn schlaffa“, sagt er und lacht.

Münsings Bürgermeister Michael Grasl war am Mittwochabend von der Stimmung und dem Zusammenhalt in seiner Gemeinde so begeistert, dass er kurzerhand selbst zur Tuba griff und an der Seite des Moderators Max Hadersbeck aufspielte. Allerdings hatte es Alleinunterhalter Hadersbeck, Gründungsmitglied der Bairisch Diatonischen Blasmusik, schwer, gegen den Lautstärkepegel der Besucher anzukommen.

IRXN, Oansno und „Lenze und de Buam“: Rocker der bayerischen Mundartmusik

Doch feiern sollen sie ruhig kräftig, denn der Burschenverein und die jungen Holzhauser Musikanten haben diese Festwoche auf die Beine gestellt – alles geplant, organisiert und höchst professionell durchgeführt. Moderator Hadersbeck brachte es schließlich auf den Punkt: „Holzhausen ist das Nashville von Oberbayern.“ Bei gerade 421 Einwohnern ist jeder zweite ein Musiker, die Seegemeinde kann auf drei Kapellen stolz sein. Am Mittwochabend spielen allerdings andere: IRXN, Oansno und der „Lenze und de Buam“ vom Bavaria Vista Club – jenem Kinofilm von Walter Steffen und von Musikproduzent Christoph Bühring-Uhle. Quasi „Rocker“ der bayerischen Mundartmusik.

„IRXN“ nennen sich nach einem alten Begriff für Achselschmalz, weil ihre keltisch-bayerische Musik Kraft, Ausdruck und einen gewissen dreckigen Drive besitzt, kombiniert mit Liedgutweisheiten und feinster Geigenmusik. Als erste Band haben sie den undankbaren Job, das Publikum auf Bewegungsmodus zu bringen. Der setzt schlagartig bei „Oansno“ ein. Die Münchner locken die Tanzbegeisterten mit ihrer „speziellen Stubenmusik“ und „Musikanten-Techno“. Dann geht’s ab: Die Burschen fetzen wie wilde Jungbullen, und die Madeln rappen im Dirndl. Am Ende heizen der „Lenze und seine Buam“ – die Jüngsten, aber schon sehr erfolgreich, und wie die anderen echte Könner – mit ihrem Mitmach-Rock und -Reggae den Besuchern ein. Andrea Weber

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