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Live und in Farbe können Internetnutzer den Starnberger See künftig auf dem Bildschirm betrachten – am Mittwoch wetterbedingt allerdings nicht ganz so farbig.

„Zeitgemäße Bereicherung, dient dem ganzen See“

Neue Panoramakamera am Starnberger See: Münsing sendet jetzt 24 Stunden am Tag live

Wie ist das Wetter am Starnberger See? Lohnt sich ein Besuch in Ammerland? Das können Internet-Nutzer ab sofort jederzeit mit ein paar Klicks herausfinden. 

Ammerland – Am Mittwoch sah der See eher grau aus. Der Wind trieb die Wellen leicht vor sich her, die bunten Bojen schaukelten im Wasser. Das waren die ersten Bilder. Seit zwei Tagen sendet eine Panorama-Kamera live vom Starnberger See. Das Gerät ist an einem Masten neben der Wasserwachthütte am Kapellenweg in Ammerland installiert. Die Inbetriebnahme wurde am Mittwochmittag mit einem kleinen Umtrunk und einer Brotzeit – Fisch aus dem See – gefeiert.

Nach dem Blomberg, dem Brauneck und dem Herzogstand verfügt nun auch Münsing über eine Webcam, die 24 Stunden am Tag Aufnahmen im Internet (www.feratel.com) zeigt. Im Bayerischen Fernsehen und auf München TV werden die Impressionen vom Starnberger See ebenfalls ausgestrahlt.

Möglich gemacht hat die Anschaffung der rund 8000 Euro teuren Kamera eine Kooperation aus Tölzer Land Tourismus, der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (gwt) Starnberg, der Firma feratel und der Gemeinde Münsing. Letztere zahlt zusätzlich jährlich 2500 Euro für den Unterhalt der Kamera.

Von beiden Seiten eine Kamera: Michael Grasl, Holger Lortz, Markus Wegrer, Bierkönigin Lena Hochstrasser, Rainer Egen, Dr. Andreas Wüstefeld, Susanne Huber, Klaus Götzel, Christoph Winkelkötter, Hubert Kühn, Alarich von Schlichting stellten sich zum Erinnerungsfoto auf. Der Mast im Hintergrund stellt Live-Panoramabilder fürs Internet zur Verfügung. 

Bürgermeister Michael Grasl sprach bei der Einweihung von einer „zeitgemäßen Bereicherung, die dem ganzen See dient“. Dr. Andreas Wüstefeld, Leiter des Tölzer Land Tourismus, freute sich über das „sichtbare Zeichen der jahrzehntelangen Zusammenarbeit der Tourismusverbände“. Die bisherigen Kameras im Südlandkreis seien mit bis zu 1,5 Millionen Klicks pro Jahr ein „echter Renner“. Wer morgens nach dem Frühstück noch unentschlossen sei, wie er seinen freien Tag verbringen wolle, sehe auf einen Blick, wohin es sich zu fahren lohne, meinte Wüstefeld. Sein Kollege aus Starnberg, Klaus Götzl, ergänzte, dass die Gemeinden rund um den See besonders in der Nebensaison profitieren würden. In der Hauptsaison sind die Strandbäder ohnehin ein beliebtes Ausflugsziel.

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Die Fremdenverkehrsvertreter, unter ihnen auch die Chefin der Münsinger Tourismus Interessengemeinschaft, Susanne Huber, sowie Bürgermeister Michael Grasl dankten Hans Legen und Alarich von Schlichting von der Ammerlander Wasserwacht dafür, dass sie ihr Gelände für den Sendemasten zur Verfügung stellen.

Zum Anstoßen auf die neue Errungenschaft war auch die bayerische Bierkönigin, Lena Hochstraßer aus Höhenrain, gekommen. Fischwirtschaftsmeisterin Susanne Huber verwöhnte die Ehrengäste mit frisch Gefangenem aus dem Starnberger See.  tal

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