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Gut besucht war die Pfarrversammlung am Sonntag in Münsing. Es wurden die Pläne für das neue Pfarrhaus vorgestellt.

Für Drei Millionen Euro 

Neues Pfarrhaus als Christkindl ?

Im Dezember 2019 könnte der Pfarrverband Münsing als langersehntes Weihnachtsgeschenk sein neues Pfarrhaus beziehen. Diesen Termin stellten Architekt Günter Forster und Projektmanagerin Anna Scheid am Sonntag bei einer Informationsveranstaltung in Aussicht.

Ein Modell des Neubaus hatte Architekt Günter Forster mitgebracht.

Münsing Zahlreiche Pfarreimitglieder nutzten die Gelegenheit, sich nach dem Gottesdienst aus erster Hand über die Pläne für das neue Pfarrhaus zu informieren. Das Architekturbüro Claus und Forster aus München, das unter anderem das Seminar St. Matthias in Waldram und das Ascholdinger Pfarrhaus entworfen hat, bekam in einem Wettbewerb den Zuschlag für die Umsetzung (wir berichteten). Diplom-Ingenieur Günter Forster zeigte am Sonntag Skizzen und ein Modell vom neuen Münsinger Pfarrhaus.

Demnach wird an Stelle des jetzigen Pfarrhauses aus den 1960er Jahren ein lang gestrecktes Gebäude in Nord-Süd-Ausrichtung parallel zur Holzhauser Straße entstehen. Es orientiert sich gestalterisch am benachbarten Pfarrheim. Der Neubau wird in Ziegelbauweise erstellt und erhält auf Wunsch der Gemeinde ein Satteldach mit kleinem Dachüberstand.

Im Erdgeschoss werden Büros, ein Empfangs- und Wartebereich sowie ein Sitzungsraum untergebracht, im ersten Stock die Pfarrerswohnung und ein Appartement für die Haushälterin (jeweils mit Balkon nach Westen), eine Gästewohnung sowie ein gemeinschaftliches Esszimmer. Das Dachgeschoss wird die Haustechnik beherbergen. Die Pavillons, von denen Pfarrer Martin Kirchbichler derzeit einen bewohnt, sollen abgebrochen werden. Nach Auskunft von Kirchenpfleger Robert Müller hat das aber noch Zeit. Das Grundstück könnte für eine spätere Friedhofserweiterung verwendet werden.

Rund drei Millionen Euro lässt sich das Erzbischöfliche Ordinariat München und Freising als Bauherrin das neue Pfarrhaus samt Abbruch des alten Gebäudes und inklusive der neuen Außenanlagen kosten. 150 000 Euro soll nach Möglichkeit der Pfarrverband Münsing-Degerndorf-Eurasburg-Holzhausen aus Spenden zum Bau beitragen.

Robert Müller wies darauf hin, dass die Mitglieder in der Vergangenheit bereits rund 500 000 Euro für die Renovierung der Münsinger Kirche und die Anschaffung der neuen Orgel gespendet hätten. Man wolle daher keinen Druck ausüben. „Wann wir die 150 000 Euro beisteuern hat das Ordinariat nicht vorgeschrieben“, erklärte Müller.

Wegen seiner zahlreichen Bauprojekte hat das Ordinariat die Projektsteuerung für das Münsinger Pfarrhaus ausgelagert. Anna Scheid vom Münchner Unternehmen Ernst und Jung betreut das Vorhaben. Sie stellte den Zeitplan vor. Im April soll das alte Pfarrhaus abgerissen werden. Gleichzeitig werden die Arbeiten für das neue ausgeschrieben. Ab September könnte gebaut werden. Bezugsfertig soll das Pfarrhaus im Dezember 2019, spätestens im Januar 2020 sein.

Tanja Lühr

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