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Großprojekt: An der Stelle des heutigen Pallaufhofs soll ein künftiges Rathaus/Bürgerhaus entstehen.

Die erste grobe Planung steht

Nutzungskonzept im Pallaufhof in Münsing vorgestellt

Münsing - Das Rathaus, darüber ein großer Multifunktionssaal, ein Café als eigenes Gebäude und eventuell Seniorenwohnungen – dies alles hätte Platz im neuen Pallaufhof. Architekt Wolfgang Adldinger stellte erstmals ein Flächenkonzept vor.

Noch ist alles offen. „Was wir letztlich an Einrichtungen wollen, entscheidet der Gemeinderat“, betonte Bürgermeister Michael Grasl, bevor das Wolfratshauser Architektenehepaar Ulrike und Wolfgang Adldinger seine Ideen für ein künftiges Rathaus/Bürgerhaus präsentierte. Die beiden waren beauftragt worden, grob zu berechnen, was außer einem neuen Rathaus auf das Grundstück an der Weipertshauser Straße, auf dem jetzt noch der alte Bauernhof steht, passen würde.

Grundlage war der Entwurf von Münchner Architekten

Grundlage war ein Entwurf der Münchner Architekten Goergens und Miklautz. Diese stellen sich ein langgezogenes Gebäude mit dem First zur Straße hin vor (so wie der jetzige Hof steht), dahinter Richtung Pfarrheim einen Querbau und daneben zum Gemeindesaal hin ein kleineres, quadratisches Gebäude.

Im Erdgeschoss des zweistöckigen, langen Baukörpers sieht Wolfgang Adldinger das Rathaus. Es soll rund 750 Quadratmeter groß werden. Diesen Bedarf hat die Gemeinde ausgerechnet. Im Obergeschoss könnte ein rund 265 Quadratmeter großer Saal für Veranstaltungen und Trauungen entstehen. Den hinteren Teil würde Ulrike Adldinger dreistöckig bauen, was aufgrund der Hanglage optisch gut möglich wäre. Die Architektin greift die Idee aus dem Pallaufhof-Arbeitskreis „Soziales“ auf und schafft dort Seniorenwohnungen. Weitere könnten im Querbau untergebracht werden, so dass man etwa 23 Einheiten für betreutes Wohnen oder Ähnliches zur Verfügung hätte.

Das Haus wird quadratisch - und bekommt ein Café

Das quadratische dritte Haus würde sich für ein rund 86 Quadratmeter großes Café eignen, offen zur Terrasse der Seniorenresidenz hin, so dass der Bereich zum Treffen der Generationen einladen würde. Hier bietet es sich an, Kunstwerke auszustellen, wie vom Pallaufhof-Arbeitskreis Kultur gewünscht. Wolfgang Adldinger empfiehlt unter dem Gesamtkomplex den Bau einer Tiefgarage, weil der oberirdische Grund für Parkplätze seiner Meinung nach nicht ausreichen wird.

Die Gemeinderäte kritisierten in der Diskussion, dass der Multifunktionssaal zu klein konzipiert sei. Josef Leis wünscht sich einen größeren, in Segmente unterteilbaren Saal. Umweltreferentin Christine Mair und Matthias Richter-Turtur würden auf den Querbau zu Gunsten einer Grünfläche verzichten. Ob man die Seniorenwohnungen in Münsing wirklich braucht, hält Mair für fraglich.

Ein weiterer Wunsch aus der Arbeitsgruppe Kultur waren Ateliers und Werkräume zum Töpfern, Malen und anderem. Sie könnten im jetzigen Gemeindesaal eingerichtet werden. Das Büro Adldinger hat sich auch über dessen Renovierung Gedanken gemacht. Ohne größere Eingriffe in die Bausubstanz ließen sich im vorderen, besser belichteten Teil Ateliers mit einem Vorhof unterbringen. Im hinteren Teil könnten Vereine, die Seniorengymnastik und andere Gruppen Platz finden. Das jetzige Rathaus will die Gemeinde wie berichtet aufstocken und dort Räume für die Grundschule, für die Mittagsbetreuung und eventuell eine Kindertagesstätte schaffen – alles in allem ein Riesenprojekt.

tal

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