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Schloss Ammerland ist mustergültig saniert worden. Dass er zur Verleihung des Gabriel-von-Max-Preises nicht eingeladen war, ärgert Till Boodevaar. 

Ärger nach der Feierstunde

Schloss Ammerland: Architekt Till Boodevaar verschnupft

Münsing - Es gab Ärger nach der Feierstunde zum Gabriel-von-Max-Preis: Architekt Till Boodevaar ist enttäuscht, dass er nicht eingeladen wurde.

In der vergangenen Woche wurde die Preisverleihung des Gabriel-von-Max Denkmalpreises 2016 vom Ostuferschutzverband (OSV) vor zahlreichen Gästen in der Seeburg gefeiert. Der Preis ging an Werner Döttinger, dem Besitzer des aufwändig restaurierten Schlosses Ammerland (wir berichteten). An dem Festabend traten mehrere Redner auf.

Nur eine maßgebliche Person fehlte, nämlich der Münsinger Architekt Till Boodevaar. Er hätte nach eigenem Bekunden „viel zum Wiederaufbau erzählen können.“ Denn: Er war für die Sanierung des gesamten Anwesens über einen Zeitraum von vier Jahren verantwortlich, von Anfang bis Ende. „Wenn jemand über das Schloss Ammerland etwas weiß, dann bin ich das.“ Das Schloss sei ein Teil seines Lebens. Umso mehr ist er über den Umstand verärgert, dass man ihn nicht persönlich eingeladen hatte. Erst über die Zeitung habe er erfahren, dass es sich um dieses Schloss dreht. „In der offiziellen Einladung steht der Preisträger ja nicht drin“, so Boodevaar. Hätte er das gewusst, wäre er natürlich auch zur Preisverleihung gekommen.

Ursula Scriba, Architektin und Vorsitzende des OSV, rechtfertigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass es „seit Jahren nun mal Tradition ist, die Spannung um den Preisträger bis zum Festabend aufrecht zu halten“. Die Verärgerung des Architekten Boodevaars kann sie nicht nachvollziehen. „Es geht hier doch in erster Linie um das historische Gebäude und seinen Besitzer.“ Döttinger habe Stephan Wildgruber persönlich gebeten, in einer kurzen Rede über Details des Innenausbaus zu sprechen, die die beiden gemeinsam realisiert hatten. Wildgruber habe sich nicht angemaßt, über Dinge zu sprechen, die er nicht durchgeführt hat, sagt Scriba. „Und dass Herr Boodevaar für die technische Sanierung verantwortlich war, habe ich sehr wohl erwähnt.“ Bei der Fülle der Informationen an dem Abend, sei das wohl untergegangen.

Dass Till Boodevaar nicht persönlich eingeladen gewesen sein soll, stimme so nicht. „Der OSV hat ihm eine Einladung geschickt. Dass die nicht angekommen ist, dazu kann ich nichts sagen. Es täte mir Leid.“

von Andrea Weber

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