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Am Dienstag, 7. März, trifft der Gemeinderat die Grundsatzentscheidung zum geplanten Seniorenstift.

Seniorenstift Ambach

Gemeinderäte treffen Grundsatzentscheidung

An diesem Dienstag wird der Münsinger Gemeinderat ab 20 Uhr im Rathaus grundsätzlich darüber entscheiden, ob das Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) ein Seniorenwohnstift auf dem ehemaligen Wiedemann-Klinikgelände bauen darf. Wenn ja, hat die Gemeinde bestimmte Voraussetzungen festgelegt.

Münsing - Sie betreffen die Anzahl der Wohneinheiten (maximal 80) und die Gesamtwohnfläche (4377 Quadratmeter). Außerdem wird dem KWA auferlegt, den schützenswerten Baumbestand zu erhalten, die Gelände-Topografie zu berücksichtigen und ausreichend Freiflächen zu schaffen. Im Beschlussvorschlag festgesetzt sind ebenso geneigte Dächer und eine ortstypische Farb- und Materialwahl. Die Räte entscheiden ferner, ob der städtebauliche Entwurf des Büros Goergens und Miklautz als Grundlage für einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan dienen oder ob auf Basis des Testentwurfs ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt werden soll. Die weitere Vorgehensweise, den Entwurf und das von der Gemeinde Münsing festgelegte Handlungsinstrument „vorhabenbezogener Bebauungsplan“ will Bürgermeister Michael Grasl zeitnah in einer Info-Veranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen. Auch das KWA wird sein Nutzungskonzept präsentieren. Anschließend soll Gelegenheit zur Diskussion sein.

Initiative Ambach: Architektenwettbewerb bringt „das beste Ergebnis“

Kurz vor der Gemeinderatssitzung hat sich die Initiative Ambach noch einmal schriftlich an die Räte gewandt. Initiativensprecher Sebastian Wiedemann erklärt, er begrüße es grundsätzlich, dass das brach liegende Areal wieder genutzt werden soll. Ein Architektenwettbewerb würde aus seiner Sicht eine „umfassende Betrachtung“ ermöglichen und „das beste Ergebnis“ bringen.

Wiedemann: Nicht nur nach wirtschäftlichen Bedürfnissen der KWA urteilen

Wiedemann beklagt in dem Brief erneut die in seinen Augen sehr hohe bauliche Dichte mit 80 Wohnungen und Gebäuden mit bis zu vier Geschossen, wie sie im Testentwurf gezeigt wurden. Der Ambacher fordert eine kleinere Lösung, die nicht über den Umfang des Bestands hinausgeht. „Nur eine Lösung, die dem Ort angemessen ist, ist auch vermittelbar – es darf nicht nur nach den wirtschaftlichen Bedürfnissen von KWA geurteilt werden“, appelliert er an die Mandatsträger. Wiedemann hofft, „dass noch vor einer Grundsatzentscheidung zu einem kostspieligen Wettbewerb wichtige Abwägungen getroffen und transparente Vorgaben gemacht werden, die auch die Sorgen der Bürger berücksichtigen“. 

Von Tanja Lühr

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