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In der Bürgerversammlung machte Münsings Bürgermeister Michael Grasl klar, dass sich die Gemeinde zusammen mit den anderen Konfliktparteien an einen Runden Tisch setzen wolle. 

Können die Wogen geglättet werden?

Seniorenstift Ambach: Ja zum Runden Tisch

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Es liegt im Wesen eines Runden Tisches, dass alle Konfliktparteien daran teilnehmen. Das gilt natürlich auch für das umstrittene Ambacher Seniorenstift. Der OSV und die Initiative Ambach sind dialogbereit.

Münsing – Die Befürworter des Seniorenstifts sind grundsätzlich bereit, an einem solchen Runden Tisch Platz zu nehmen. Das wurde in der Bürgerversammlung deutlich. Für den potenziellen Bauherrn, das Kuratorium Wohnen im Alter (KWA), sagte ihr Vorstand Stefan Arend ausdrücklich: „Wir sind zu jeder Art von Dialog bereit.“ Auch Bürgermeister Michael Grasl hieß die Idee gut, wenn auch mit der Einschränkung, dass ein Dialog nur Sinn hat, wenn er konstruktiv ist.

So weit, so gut. Aber was ist mit den Gegnern? Beim Ostuferschutzverband (OSV) konnte man den Eindruck gewinnen, dass er bei seinem strikten Nein bleibt. Gustav Neumeister, Mitglied im Beirat des OSV, brachte erneut Fundamentalkritik vor (wir berichteten). Doch damit hat er offenbar nicht die Position des OSV wiedergegeben. Vorsitzende Ursula Scriba distanziert sich jedenfalls auf Nachfrage unserer Zeitung von Neumeisters Wortmeldung und signalisiert, im Gespräch bleiben zu wollen. „Wir werden uns einem Runden Tisch sicher nicht verweigern, man beraubt sich sonst aller Möglichkeiten“, sagt sie. Die Tatsache, dass der Gemeinderat beschlossen hat, auf der Grundlage des Testentwurfs von Architekt Christian Weigl weiter zu planen, müsse man akzeptieren. „Das ist demokratisch ermittelt worden“, sagt Scriba, die selbst im Gemeinderat sitzt. Themen für einen Runden Tisch gebe es genug, etwa die Auswirkung der Bebauung auf die Umgebung.

Runder Tisch als „richtiger Rahmen“

Sebastian Wiedemann, Sprecher der Initiative Ambach, will sich einem solchen Gespräch ebenfalls nicht verschließen. „Leider war ich am Abend der Bürgerversammlung verhindert, sonst hätte ich mich gerne ebenfalls in die Diskussion eingebracht“, sagt er auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ein Runder Tisch, eine Diskussion in Form eines Bürgerforums oder die Einsetzung einer Arbeitsgruppe wäre der richtige Rahmen“, erklärt er. Die Initiative Ambach wäre jederzeit bereit, sich an solchen Gesprächen zu beteiligen.

Zum weiteren Vorgehen will sich Münings Bürgermeister Grasl im Moment nicht äußern. „Das wird allein der Gemeinderat festlegen“, sagt er. Bei dem Runden Tisch handle es sich um einen rein freiwilligen und noch völlig offenen Versuch, die Wogen zu glätten.

Nach seiner Ansicht müsse das Gremium die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat abbilden. Nicht bereit ist Grasl zu einer Veranstaltung, bei der die Gegner in der Mehrheit sind und KWA sowie der Gemeinderat sich in der Rolle des „Angeklagten“ wiederfinden. Grasl: „Da mache ich nicht mit.“

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