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Am Dienstag, 14. Februar, beschäftigt sich der Münsinger Gemeinderat wieder mit dem geplanten Seniorenstift in Ambach.

Testentwurf wird präsentiert

Nächster Schritt für das Ambacher Seniorenstift

Das geplante Seniorenwohnstift auf dem Wiedemann-Grundstück in Ambach steht nach längerer Pause am Dienstag, 14. Februar, wieder auf der Tagesordnung des Münsinger Gemeinderats. Christian Weigl vom Büro Goergens und Miklautz wird eine Studie „auf Eignung des ehemaligen Sanatorium-Areals aus Sicht des Ortsplaners“ vorstellen.

Münsing – Außerdem wird der Stadtplaner einen sogenannten Testentwurf präsentieren. „Durch eine veränderte Gebäudestruktur oder -anordnung kann man viel bewirken. Ein Hof könnte zum Beispiel Aufenthaltsqualität schaffen“, erklärt Bürgermeister Michael Grasl. Der Entwurf sei schon recht konkret, aber nur, damit man sich einmal vorstellen könne, was auf dem Gelände machbar wäre. Vorgaben seien gewesen, dass die Gemeinde bei der Bebauung unter dem jetzigen Bestand bleiben wolle und dass die Bäume erhalten würden.

Grasl: noch keinerlei Entscheidungen

Grasl betont, dass in der Sitzung, die wegen des zu erwartenden Bürgerinteresses im Gemeindesaal stattfindet (Beginn 20 Uhr), noch keinerlei Entscheidungen über die Entwürfe getroffen würden: „Wir wollen vom Gemeinderat einfach grünes Licht bekommen, dass wir weiterplanen können.“ Wie berichtet müsste der Gemeinderat einen Bebauungsplan aufstellen. Dann könnte ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden.

Gelände „muss nicht blitzartig wachgeküsst werden“

In einer Pressemitteilung fordert die Vorsitzende des Ostuferschutzverbands (OSV) und Gemeinderätin Ursula Scriba, dass am kommenden Dienstag keine grundsätzliche Entscheidung über eine Neubebauung des Gebiets und einen Architektenwettbewerb getroffen werden dürfe. Scriba hält es für „unerlässlich“, dass die Ergebnisse der Weigl-Studie erst im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. „Das Gelände liegt seit 15 Jahren im Dornröschenschlaf. Es muss nicht blitzartig wachgeküsst werden“, warnt die Schutzverbandsvorsitzende vor übereilten Schritten.

Initiative Ambach bittet alle Bürger, zur Sitzung zu kommen

Die Initiative Ambach hat unterdessen nach Bekanntwerden der Tagesordnung eine Rundmail an alle Unterstützer und die Presse verschickt. Darin bittet der Sprecher Sebastian Wiedemann alle Mitbürger und „Freunde Ambachs“, zur Sitzung zu kommen und sich zu informieren. „Es gilt, sich weiterhin für eine maßvolle Entwicklung Ambachs einzusetzen und wichtige Aspekte wie die Verträglichkeit für den Ort, die passende Architektur sowie Landschafts- und Baumschutz zu betonen und zu verteidigen“, schreibt Wiedemann.

Wiedemann: Wohnanlage mit 85 Wohnungen zu viel

Im Sommer vergangenen Jahres konnten sich die Bürger durch ihren Protest – 350 Unterschriften wurden innerhalb weniger Wochen gesammelt – gegen das Konzept für das Seniorenwohnheim Ambach eine Stimme verschaffen. Der laut Wiedemann „brachiale und unsensible Rohentwurf“ wird in dieser Form nicht weiterverfolgt. Der Sprecher der Bürgerinitiative weist jedoch darauf hin, dass weiterhin von einer Wohnanlage mit 85 Wohnungen die Rede sei – seiner Meinung nach zu viel für das kleine Ambach. Bürgermeister Michael Grasl weist darauf hin, dass Zuhörern in der Gemeinderatssitzung zwar mit Einverständnis der Gemeinderäte ein kurzes Rederecht eingeräumt werden könne, dass für eine ausführliche Diskussion aber die Bürgerversammlung da sei.

Von Tanja Lühr

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