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Klärungsbedarf: Wie in der Bürgerversammlung zugesagt hat Bürgermeister Michael Grasl (li.) 21 Fragen einer Interessengruppe zum Seniorenwohnstift in Ambach beantwortet.

Weiterer Klärungsbedarf

Seniorenwohnstift Ambach: Grasl gibt Antworten

Der Bürgermeister hält sein Versprechen und beantwortete Fragen zum geplanten Seniorenwohnstift. 

Münsing Bürgermeister Michael Grasl hat, wie in der Bürgerversammlung zugesagt, alle 21 Fragen einer Gruppe, die sich „Das Team für die Fragen der Bürgerversammlung“ nennt, zum geplanten Seniorenwohnstift in Ambach schriftlich beantwortet. Die Antworten leitete er auch an die Presse weiter.

Unter anderem teilt Grasl den 61 Unterzeichnern mit, dass der Beschluss für den Bebauungsplan als Basis für das anschließende öffentliche Auslegungsverfahren im Laufe der kommenden Wochen vom Gemeinderat gefasst werde. Die Bürger könnten dann im Rahmen des Verfahrens ihre Einwendungen vorbringen.

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan biete eine maximale Sicherheit, zum Beispiel, dass Freiflächen auch Freiflächen blieben, entgegnet Grasl auf die Sorgen des „Teams“. Auch die Verkehrssituation werde im Bebauungsplan geregelt. Fragen zur internen Gesellschaftsstruktur des Bauherren „Kuratorium Wohnen im Alter“ (KWA) seien an KWA selbst zu richten, empfiehlt der Bürgermeister. Zu Vertragsdetails äußere er sich nicht.

Verwundert zeigt sich Grasl über die letzte Frage, wie garantiert werde, dass der Ortsname Ambach für die Namensgebung des Wohnstifts ausgeschlossen sei. Der Name könne im Gegensatz zur Verwendung des Wappens nicht verboten werden, erklärt der Rathauschef. Der Sinn dieser Frage erschließe sich ihm nicht.

In einer Pressemitteilung ergänzt der Bürgermeister, dass er es bedauere, dass die Unterzeichner des Fragenkatalogs offenbar keine Spur von Vertrauen in die Gemeinde hätten. Sie würden das Verfahren weiterhin „verkomplizieren, verzögern oder vermeiden wollen“. Seit 2016 dominierten die Bedenken zum Wohnstift die Bürgerversammlungen, so Grasl. Das führe dazu, dass andere interessierte Bürger, ja ganze Ortsteile, nicht mehr an den Versammlungen teilnähmen. „Die anderen Themen, die uns beschäftigen wie zum Beispiel das Bürgerhaus gehen in den Ambacher Strömungen unter.“

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Anders als ursprünglich geplant wird das Wohnstift an diesem Dienstag, 1. Oktober, nicht im Gemeinderat behandelt. „Da es noch Klärungsbedarf gibt“, so teilte der Bürgermeister am Wochenende mit, werde der Tagesordnungspunkt zur grundsätzlichen Billigung noch einmal vertagt. 

tal

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