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Es brannte wie Zunder: Das Johannifeuer auf dem Kammerloh in Münsing war eines der größten am Wochenende im nördlichen Landkreis. 

Feuer und Flamme

So schön war die Johannifeier auf dem Kammerloh

Samstagnacht brannten vielerorts im Landkreis bei optimalen Wetterbedingungen die traditionellen Sonnwendfeuer ab. Einer der größten und mit rund neun Metern vor allem höchste Holzhaufen stand auf dem Kammerloh in Münsing.

Münsing  Gegen 22.15 Uhr zündeten die Mitglieder des Katholischen Burschenvereins die fünf bis sechs Ster Holz, gespendet vom Nocker Hans aus Eurasburg, mit Fackeln an. Rasend schnell breiteten sich die Flammen in den kunstvoll zur Pyramide aufgerichteten Ästen aus. Nach tagelangem Sonnenschein waren die Stangen strohtrocken und brannten wie Zunder. Die Funken stoben nur so. Die Zuschauer zeigten Respekt vor der Naturgewalt und wichen zurück. Erst als der Stapel nach einigen Minuten in sich zusammenfiel und das Feuer nachließ, machten sie es sich rundherum auf Bänken oder, noch gemütlicher, auf dem Boden mit Decken bequem.

Rund 1300 Besucher aus Münsing, dem Landkreis und den Nachbarlandkreisen erfreuten sich nach Schätzung des Burschenvereinsvorsitzenden Johannes Schmid an dem lodernden Spektakel so viele wie noch nie bei einer Johannifeier. Zufällig fand sie heuer genau am Johannistag statt.

Seit zehn Jahren wird auf dem Kammerlohberg gefeiert

Seit etwa zehn Jahren feiert der Burschenverein diesen Tag auf dem Kammerlohberg, zuvor fand das Fest beim Neuwirt-Stadl statt. Die rund 80 aktiven Madln und Burschen hatten alles bestens vorbereitet. Zeitweise bildeten sich lange Schlangen vor den Bier- und Essensständen sowie der Bar, „aber ausganga is uns nix“, berichtete Schmid zumindest kurz vor Mitternacht. Die Würmsinghauser Musi, ein Zusammenschluss von Musikanten der Münsinger und der Holzhauser Kapelle, spielte zünftig auf, es herrschte eine entspannte Atmosphäre. Viele Familien, doch auch ältere Münsinger waren gekommen. Ab dem späten Abend überließen sie der Jugend das Feld.

Der Katholische Burschenverein, der nächstes Jahr 110 Jahre alt wird, ist äußerst rührig beim Organisieren von Festen. Nach dem Maibaumaufstellen der Burschenschaft Ost, dem traditionellen Theaterstück und der Johannifeier richtet die Truppe um den 22-jährigen Johannes Schmid heuer noch das Weinfest im Herbst aus. Vom Erlös aller Veranstaltungen gönnen sich die jungen Leute im Herbst verdienterweise eine Städtereise nach Hamburg. 

Tanja Lühr

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