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Der Sonderhamer Weiher soll an der engsten Stelle mit einem drei Meter hohen Damm versehen werden.

Abfluss nach Degerndorf:

Sonderhamer Weiher bekommt drei Meter hohen Damm

Münsing – Die Maßnahme muss noch mit den Eigentümern des Sonderhamer Weihers abgestimmt werden: Die Gemeinde will in dem kleineren Gewässer oberhalb des Degerndorfer Weihers einen Damm errichten, um Degerndorf künftig vor Hochwasser zu schützen.

Ingenieur Florian Barnerssoi vom Münchner Büro SKI stellte die Planung kürzlich im Gemeinderat vor.

Ein mit Gras bewachsener, etwa drei Meter hoher Damm soll den Sonderhamer Weiher an seiner engsten Stelle teilen, der obere Teil soll als Rückhaltebecken dienen. Das Wasser, das aus Richtung Eurasburg und weiteren östlichen Zuflüssen kommt, würde sich hinter dem Damm stauen und dann kontrolliert Richtung Degerndorf abfließen, erklärte Barnerssoi. Man würde eine Abflussreduzierung um neun Kubikmeter pro Sekunde erreichen (von bisher elf auf zwei Kubikmeter pro Sekunde). Die Regierung fördere die Maßnahme zum Schutz vor einem so genannten hundertjährigen Hochwasser finanziell. Ersten Schätzungen zufolge würde der Damm rund 730 000 Euro kosten.

Barnerssoi berichtete, dass die Autobahndirektion Südbayern an der Garmischer Autobahn zudem ein Rückhaltebecken plane, was die Gemeinde seit langem fordert. „Das ist aber nur ein Sickerbecken für kleine, häufige Niederschlagsereignisse und nicht für ein Jahrhunderthochwasser“, betonte der Ingenieur.

Gemeinderat Ludwig Derleder (Einigkeit Degerndorf) sagte, er halte die neuen Hochwasserschutzmaßnahmen nicht für nötig. Das Wasser fließt nach seinen Beobachtungen nicht so schnell vom Sonderhamer Weiher über den Lüßbach in den Degerndorfer Weiher.

von Tanja Lühr

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