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Das Erholungsgelände Ambach ist einfach schön, aus der Luft wie am Boden. Ein Dauerthema sind allerdings Hunde und deren Besitzer. Hunde sind verboten, und deren Besitzer wollen das oft nicht einsehen.

Hundehalter sind wenig einsichtig

Starnberger See: Ärger mit Hunden am Erholungsgelände 

Münsing– Eigentlich sind Hunde am Erholungsgelände Ambach verboten. Das hindert viele Besitzer aber nicht daran, sie trotzdem mitzubringen. Der Vorschlag, probeweise einen abgetrennten Bereich einzurichten, scheitert jedoch am Veto des Eigentümers, des Erholungsflächenvereins.

Vor wenigen Tagen diskutierten Vertreter des Erholungsflächenvereins, des Landratsamts, der Gemeinde, des Forsts, des privaten Wachdienstes und des Maschinenrings ein immer wiederkehrende Thema: Hunde am Erholungsgelände. Der am Landratsamt für das Gelände zuständige Sachgebietsleiter Dr. Michael Foerst, selbst Hundebesitzer, hätte einen abgetrennten Bereich für die Zamperl gerne probeweise eingeführt. Auch Robert Krebs, stellvertretender Forstbetriebsleiter aus Bad Tölz, fand die Idee gut. Am Walchensee sei das Mitbringen von Hunden erlaubt. Einige der Tiere würden ins Wasser gehen, das störe niemanden.

Polizeihauptkommissar Christian Neubert entgegnete, dass er von einem Versuch für ein Jahr nicht viel hält: „Man kann den Strand nicht so leicht wieder abschaffen, wenn es sich erst mal herumgesprochen hat.“

Doch die Diskussion war zu Ende, bevor sie so richtig angefangen hat. Jens Besenthal, Geschäftsführer des Münchner Erholungsflächenvereins, dem das Strandbad gehört, erklärte: „Wir betreiben 31 öffentliche Seebäder. Wenn wir eines für Hunde öffnen, müssen wir es bei allen tun und das wollen wir nicht.“

Sandra Kiesl vom Wachdienst Bavaria Werkschutz hatte zuvor berichtet, dass die Vierbeiner im vergangenen Jahr ein unangenehmes Thema gewesen seien. Trotz Verbotsschildern hätten zahlreiche Besucher ihre Hunde mitgebracht. Kiesl sprach von fünf bis zehn Stück am Tag. Habe sie die Halter auf das Verbot angesprochen, sei sie überwiegend auf massives Unverständnis gestoßen. „Ich will nicht jedes Mal die Polizei rufen, die hat anderes zu tun“, meinte die Wachdienstleiterin. Christian Neubert ermunterte sie jedoch, bei besonders renitenten Badegästen oder „Wiederholungstätern“ tatsächlich zum Telefon zu greifen.

Nicht nur Lumpi und Co wollten im vergangenen Sommer das Erholungsgelände genießen. Die Schönwetterperiode im Hochsommer bescherte dem Landratsamt erstmals seit Jahren wieder ein Plus beim Unterhalt des 37 Hektar großen öffentlichen Bads. Der Überschuss von 20 869 Euro freut Veronika Merk von der Kämmerei: „Das federt ein bisschen das Defizit der vergangenen Jahre ab“.

Die Hitze und die Trockenheit der Wiesen hat nach Meinung von Peter Meier dazu beigetragen, dass 2015 weniger Gänse auf dem Gelände waren: „Im Durchschnitt waren es nur 60 bis 70 am Tag. Wir hatten auch schon Sommer mit über 100 Gänsen.“ Wie Jens Besenthal berichtete, werden die Bauarbeiten für die neue Wasserwachthütte am Schwaiblbach während der Hochsaison ruhen. Im Mai 2017 soll die neue Station fertig sein. Nach der Generalsanierung des Erholungsgeländes gefragt, antwortete Besenthal: Zunächst werde das Erholungsgelände Karlsfeld saniert. „Dann ist Ambach dran.“

von Tanja Lühr

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