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Niedriger Pegel im Starnberger See: Große Herausforderung für Wasserwacht - „Langsam wird es eng“

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Von: Doris Schmid

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Der „Seedeifi“ der DLRG Geretsried in Aktion. Noch hat das Rettungsboot ein paar Zentimenter Wasser unter dem Kiel, wenn es in den Hafen einfährt.
Der „Seedeifi“ der DLRG Geretsried in Aktion. Noch hat das Rettungsboot ein paar Zentimenter Wasser unter dem Kiel, wenn es in den Hafen einfährt. © DLRG

Der Starnberger See führt so wenig Wasser wie seit drei Jahren nicht mehr. Das stellt ansässige Rettungsorganisationen zum Teil vor Herausforderungen.

Münsing – Der Starnberger See führt derzeit so wenig Wasser wie seit drei Jahren nicht mehr. Das stellt die am See ansässigen Rettungsorganisationen zum Teil vor Herausforderungen.

Niedriger Wasserstand im Starnberger See: Erschwerte Bedingungen für Rettungsorganisationen

Die Wasserwacht Wolfratshausen betreibt zwei Rettungsstationen am Ostufer: an der Seeburg und am Schwaiblbach. Die Boote werden im Normalfall über Gleisanlagen zu Wasser gelassen. „Wir sind am Limit, dass wir die Boote in den See bekommen“, berichtet Vorsitzender Ingo Roeske. Doch die Wasserwacht hat vor ein paar Jahren vorgesorgt. Seit dem ersten Niedrigwasser verfügen die Lebensretter über eine Hebeanlage am Ende der Gleise.

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Eine solche unterhält auch die Wasserwacht in Ammerland. Deshalb ist der aktuelle Wasserstand laut Michael Döhla für die Ortsgruppe noch kein großes Problem. „Unsere Boote hängen direkt über dem Wasser, wir können sie einfach runterlassen und durch unsere Bootseinfahrt auf den See fahren“, sagt der Technische Leiter. In der Bootseinfahrt sei der Wasserstand noch hoch genug.

Niedriger Pegel im Starnberger See: Neue Untiefen haben sich aufgetan

Aber durch den niedrigen Pegel haben sich Döhla zufolge neue Untiefen aufgetan. Da könne es schon sein, dass ein Stein auftaucht, der vorher noch ausreichend vom Wasser bedeckt war, und das Material beschädigt. „Das stellt unsere Bootsführer zum Teil vor neue Herausforderungen“, berichtet Döhla.

Auch bei technischen Hilfeleistungen seien die Gegebenheiten momentan etwas anders. Der Weg ans Ufer ist weit. Für Kinder sei diese flache Wasserzone ideal, so Roeske. „Aber wir kommen nicht näher als 80 Meter ran.“ Auch der Steg der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Wolfratshausen-Schäftlarn in St. Heinrich sei für die Wasserwacht nicht mehr erreichbar.

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Das Rettungsboot der DLRG Geretsried liegt in einer sogenannten Box an der Rettungsstation in Seeshaupt im Wasser. „Durch den niedrigen Wasserstand ist es tatsächlich so, dass wir aufpassen müssen, wenn wir in die Box einfahren, damit wir mit unserem Motorboot nicht auf Land aufsitzen“, berichtet Ortsvorsitzender Maiko Alpers auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Noch haben wir ein paar Zentimeter, aber es wird langsam eng“, meint der Geretsrieder. Das Boot an einer Boje weiter draußen im See zu vertäuen, sei keine Lösung. „Das kann man als Privatperson machen, aber nicht, wenn man einsatzbereit sein muss.“ Alpers hofft auf Abhilfe von oben – „dass es bald mal ordentlich regnet“.  nej

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