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Sport ist möglich in der Grundschulturnhalle – wie hier für die Judokas des JV Ammerland-Münsing. Doch den Ansprüchen des SV Münsing-Ammerland genügt sie nur sehr bedingt.

Zu wenig Platz für die Sportler

SV Münsing beantragt neue Turnhalle

Der über 900 Mitglieder zählende Sportverein Münsing-Ammerland (SVM) mit seiner Anlage am Hartlweg würde seinen Mitgliedern im Winter gerne mehr bieten. Doch die Grundschulturnhalle als einzige Halle in der Gemeinde platzt aus allen Nähten.

Münsing – Die gesamte Vorstandschaft mit ihrem Vorsitzenden Josef Leis hat sich jetzt mit einem Antrag auf Neubau einer Zweifachturnhalle an die Gemeinde gewandt. Der Antrag werde im März im Gemeinderat behandelt, so Bürgermeister Michael Grasl.

Immer mehr aktive Sportler

Die Zahl der aktiven Sportler steigt seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich, erklärt Josef Leis. 223 Kinder und Jugendliche sowie 172 Erwachsene trainierten zur Zeit regelmäßig in den verschiedenen Sparten des SVM (Fußball, Volleyball, Turnen, Wintersport und Stockschießen). Im Spätherbst und Winter müssten die Ballsportarten in die Halle ausweichen – auch die Fußballer, da Münsing über keinen Kunstrasenplatz verfügt. „Für das stundenweise Anmieten von fremden Plätzen in der Umgebung müssen wir viel Geld ausgeben“, so Leis. Der Vorsitzende, lange Jahre selbst begeisterter Fußballer, bedauert, dass der SVM keinerlei Hallenturniere ausrichten könne. Gerade in diesem Bereich seien die Münsinger Teams äußerst erfolgreich. Der Ausbau der Volleyballabteilung scheitere am Raumbedarf, Handball und Basketball als aktuelle Trendsportarten seien in der Schulturnhalle nicht durchführbar.

Wolfratshausen und Geretsried entzerren die Situation ein wenig

Froh ist man beim Verein über die Spielgemeinschaften mit Wolfratshausen und Geretsried beim Fußball und Volleyball, die die Situation ein wenig entzerren. Doch insgesamt sieht der SVM der Zukunft mit Sorge entgegen. In ihrem Antrag schreibt die Vorstandsriege: „Wir können die Nachfrage nur mehr eingeschränkt bedienen. Ein normaler Trainingsbetrieb ist nicht mehr möglich. Diese Situation führt zunehmend zu enttäuschten Sportlern und Übungsleitern.“ Der Gemeinderat hat zwar einen Grundsatzbeschluss gefasst, am Hartlweg eine moderne Zweifachhalle zu bauen, doch konkret ist noch nichts.

Bürgermeister Grasl zeigt volles Verständnis

Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler) zeigt volles Verständnis, dass der Sportverein eine mittelfristige Perspektive brauche. Er kenne die Kapazitätsprobleme der Schulturnhalle sehr genau. „Unsere Verwaltung macht inzwischen sehr große Zugeständnisse bei der Nutzung am Abend und am Wochenende, was wegen der Reinigung und dem Hausmeister nicht immer einfach ist.“ Zuletzt habe sich die Wasserwacht Wolfratshausen gemeldet, die wegen der aktuellen Ausfälle im Ascholdinger Hallenbad gerne wenigstens ein bisschen in der Turnhalle trainiert hätte. „Wir mussten leider absagen“, so der Bürgermeister.

Erster Schritt schon getan

Er erinnert an die Großprojekte wie den Pallaufhof oder den sozialen Wohnungsbau, die die Gemeinde in den kommenden Jahren abzuarbeiten habe. Ein erster Schritt, um eine Turnhalle am Hartlweg zu realisieren, sei aber schon getan. Man habe für das Gelände ein Entwässerungskonzept in Auftrag gegeben – zwingende Voraussetzung für eine Bautätigkeit. Liege es vor, könne der Gemeinderat den Bebauungsplan ändern und somit den Weg für eine Sporthalle frei machen. „Ich bin sicher, der Gemeinderat wird eine zukunftsweisende Entscheidung treffen“, sagt Grasl.

Von Tanja Lühr

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