Sucht einen Nachfolger: Karl Stingl, Chef des Degerndorfer VdK. Im Hintergrund ein Bild seines Heimatorts.
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Sucht einen Nachfolger: Karl Stingl, Chef des Degerndorfer VdK. Im Hintergrund ein Bild seines Heimatorts.

Karl Stingl (88) will sein Amt in jüngere Hände legen

Vdk Degerndorf: Schwierige Suche nach einem neuen Vorsitzenden

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Karl Stingl ist seit 13 Jahren Vorsitzender des VdK Degerndorf. Nun ist er 88 Jahre alt - Zeit für einen jüngeren Nachfolger.

Münsing – Seit 31 Jahren ist er beim VdK Degerndorf Mitglied, und seit 13 Jahren dessen Vorsitzender. Jetzt hat Karl Stingl beschlossen, dass es genug ist. Er ist 88 Jahre alt. Zeit, die Führung des Ortsverbands in jüngere Hände zu legen.

„Karl Stingl ist ein fleißiger und engagierter Mann“, schreibt der Pressesprecher des VdK-Kreisverbands, Arno Bock. In seinem Beruf als Zimmerer-Meister habe er es weit gebracht. In seiner letzten Stelle vor dem Renteneintritt war Stingl verantwortlicher Bauleiter in einem Münchner Baugeschäft. Das Angebot seiner Firma, auch in der Rente tätig zu sein, lehnte er ab. Zu weit und zu aufreibend war ihm die Fahrt nach München. So entschied Stingl: Seine Arbeitskraft gehört ab jetzt neben der Familie einem Ehrenamt.

Der langjährige Gemeinderat trat 1990 dem VdK in Degerndorf bei. 1995 wurde er zum Vize gewählt. Seit April 2008 ist er Vorsitzender des 63 Mitglieder zählenden Ortsverbands. Bock: „Die Administration des Ortsverbandes hat Stingl im Griff. In seinen handschriftlichen Listen sind die Belange des Verbandes in gestochener Schrift akribisch dokumentiert.“ Doch bei Versuchen, Kandidaten für den Vorstand zu gewinnen, erlebte er nur freundliches Abwinken.

Stingls Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier erfreuten sich großer Beliebtheit. „Fast die Hälfte aller Mitglieder kamen da zusammen“, so der Pressesprecher. Nicht nur der Bürgermeister von Münsing, zu dem der Ortsteil Degerndorf gehört, war zur Feier eingeladen, sondern auch der Bürgermeister der Nachbargemeinde Eurasburg – und beide kamen. „Eine Begründung für die Wertschätzung des Degerndorfer VdK durch die beiden Bürgermeister liegt in der Geschichte des Ortes Degerndorf, der früher eigenständige Gemeinde war“, klärt Bock auf. Vor 1978 und der Gebietsreform gehörten zum Degerndorfer VdK die Orte Eurasburg, Achmühle, Herrnhausen und Beuerberg.

Finden Stingl und seine Mitstreiter keinen neuen Vorstand, könnte der Degerndorfer Ortsverband mit dem Münsinger zusammengelegt werden.  nej

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