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Vorsicht, Schlagloch: Nach dem harten Winter war die Holzhauser Str aße in einem denkbar schlechten Zustand. Mittlerweile sind die Schäden zwar behoben. Doch bis zu einem Ausbau wird es noch dauern. 

Dauerthema in Münsing

Viel Verkehr, schlechte Straßen

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Münsing ist, bedingt durch die Nähe zum Starnberger See, mehr vom Durchgangsverkehr geplagt als andere Gemeinden. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Das wurde beim Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Michael Grasl in der Bürgerversammlung klar. 

Münsing – Auch wenn man am Dienstag in der Bürgerversammlung den Eindruck gewinnen konnte: Es gibt in Münsing nicht nur das Thema Seniorenstift (wir berichteten). In der Seegemeinde steht noch viel mehr zur Debatte. Bürgermeister Michael Grasl ging in seinem Rechenschaftsbericht auf alles ein, was die Münsinger umtreibt.

Etwa der Verkehr. Das Aufkommen von Autos ist, bedingt durch die Nähe zum Starnberger See, speziell an Sommertagen in der Gemeinde extrem hoch. Das Einfachste wäre freilich eine eigene Autobahnausfahrt. „Wir bekommen aber keine, das hat uns die Direktion schon erklärt“, so Grasl.

Umso wichtiger ist ein Verkehrsentlastungskonzept für die gesamte Kommune. „Wir brauchen keinen Papiertiger, der im Aktenschrank verstaubt, sondern machbare Lösungen“, so Grasl. Wichtig ist dem Rathauschef, dass die Entlastung gerecht ausfällt. „Es kann nicht sein, dass Münsing entlastet wird und Degerndorf den ganzen Verkehr abbekommt.“

Gewisse Hoffnungen setzt Grasl in diesem Punkt auf die Planungsregion Oberland. „Es läuft derzeit ein aufwendiges Strukturgutachten, das uns in den vier Landkreisen Perspektiven eröffnen soll.“ Für das hohe Verkehrsaufkommen gebe es teils überörtliche Ursachen. „Es tut sich also schon etwas.“

Was die Staatsstraßen angeht, werden sich Autofahrer noch ein wenig in Geduld üben müssen. Weder für die Holzhauser- noch für die Degerndorfer Straße sind rasche Lösungen in Sicht. Die Sanierung scheitert am notwendigen Grunderwerb, dem Staatlichen Straßenbauamt sind die Hände gebunden. „Wir haben in einem Gespräch am 16. Mai die Anlieger noch einmal gebeten, den Landkreis und unsere Autofahrer zu unterstützen“, so Grasl. Bis zu einer Lösung des Problems kann man nichts tun als „Löcher flicken“.

Eine Autobahn-Ausfahrt Münsing wird es nicht geben

Etwas weiter holte Grasl beim Thema Sozialer Wohnungsbau aus. „Was tut der Rentner, der Hartz IV-Empfänger, der Obdachlose?“, fragte er die rund 100 Zuhörer. Die Zuständigkeit sei klar: „Es steht im Gesetz, dass die Gemeinden Abhilfe schaffen müssen.“ Und was, so Grasl, wird passieren, wenn eine neue Flüchtlingswelle kommt und es für die Integrierten keine Wohnungen mehr gibt? „Ich glaube, wir verdrängen das Thema momentan.“

Mit Blick auf das vieldiskutierte Milchhäusl an der Hauptstraße versicherte der Rathauschef: „Für uns ist das weder ein Spekulations- noch ein Prestigeobjekt. Es ist ein erster Schritt zur Lösung einer Aufgabe.“ Er sehe ein, dass die Nachbarn für ihre Rechte einstehen. Dies müsse man aber auch der Gemeinde zugestehen. „Wir werden das Baurecht nicht ohne jede Rücksicht ausreizen.“

Auch an den verstorbenen Ehrenbürger Loriot erinnerte Grasl, genauer an das kurz vor der Einweihung stehende Loriot-Denkmal. Gut gelaunt räumte er ein, dass das ewige Hin und Her um die richtige Form des Gedenkens inzwischen seinerseits an einen pannenreichen Sketch des berühmten Komikers erinnere. Grundsätzlich erklärte er es für angemessen, „dass die Heimatgemeinde des größten deutschen Humoristen ihrem Ehrenbürger ein Denkmal an einem seiner Lieblingsplätze setzt“. Es wäre kleinlich, wenn die finanzstarke Gemeinde Münsing untätig geblieben wäre. „Das hätte ganz andere Schlagzeilen mit Außenwirkung gegeben.“ Auch die Form des Denkmals – zwei Herren im Bad samt Wasserspiel – verteidigte Grasl: „Sie ist viel erlebbarer als eine Büste auf einer Säule.“ Der Einweihungstermin wird demnächst bekannt gegeben.

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